Der Fußball wird total verzerrt. Über die große Hürde „Corona-Ampel“ für die Fußball-Klubs.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 14. Oktober 2020 (02:20)

Die Verordnung, dass bei „orange“ geschalteter Corona-Ampel keine Zuschauer bei Sportveranstaltungen zugelassen sind, trifft die Fußball-Vereine um ein Monat zu früh.

Mitte November wäre die Herbstrunde ohnehin (fast) abgeschlossen gewesen, hätte mancher Klub halt vielleicht noch ein Geisterspiel durchgezogen, damit es zu einem halbwegs normalen Ende kommt. Jetzt aber ist es verständlich, wenn der wirtschaftliche Gedanke überwiegt, die „orangen“ Vereine lieber absagen, als ohne Zuschauer spielen.

Dieses Attentat auf den Sport – 90 nachgewiesene Corona-Infektionen zu 76 im Kulturbereich, bei weitaus höheren Besucherzahlen im Sport – zielt total an der Realität vorbei, ent- und verzerrt extrem die Meisterschaft.

Denn während die von der Corona-Ampel begünstigten Vereine weiterspielen und im Rhythmus bleiben, schauen die anderen bei bestem Fußball-Wetter zu. Am Herbst-Ende wird‘s Teams geben, die alles gespielt haben, während andere einige Partien im Rückstand sind.

Damit droht vorm Rückrunden-Start im Frühjahr nicht nur ein Terminchaos, sondern liegt dazwischen auch noch eine Transferperiode, wo Vereine auf diese verzerrte Tabelle reagieren können/müssen. Sportlich fair ist das alles nicht mehr …