Derzeit ist das Glas halbleer. Über die Ergebniskrise des SV Horn.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 23. Oktober 2019 (00:34)

Es ist auch immer eine Einstellungssache, ob man ein halbbefülltes Glas halbvoll oder halbleer sieht. Die, die es halbvoll sehen, können bezüglich SV Horn analysieren, dass man nach elf Runden nur drei Punkte hinter Platz drei liegt, angesichts dessen der bisherige Meisterschaftsverlauf zufriedenstellend ist.

Diejenigen, die es halbleer sehen, bei denen schrillen bereits die Alarmglocken: Gerade mal ein Punkt beträgt aktuell der Vorsprung auf den Abstiegsplatz.

Welches Lager hat nun recht? Angesichts der jüngsten Entwicklungen mit drei Meisterschaftsniederlagen und dem Cup-Aus bei Regionalligist Gurten ist besagtes Glas derzeit eindeutig halbleer. Auf den erfolgreichen Spätsommer folgte ein bisher düsterer Herbst. Warum? Zunächst schnitzte die Defensive zu oft, stand Horn trotz guter Leistungen mit leeren Händen da. Gegen Klagenfurt agierte man vorsichtiger, blieb aber die Offensive zu zahnlos.

Gegen Dornbirn steht Horn massiv unter Druck, muss unbedingt ein Sieg her. Gelingt der nicht, droht die im Sommer eingeleitete Aufbruchstimmung sich den herbstlichen Waldviertler Nebelschwaden anzugleichen. Der Durchblick nach vorne wird dann immer schwieriger.