(K)ein Transfer & nur Verlierer. Über die Transfer-Causa rund um Leomend Krasniqi.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 05. Februar 2020 (00:23)

Leomend Krasniqi ist ein begnadeter Kicker. Technisch beschlagen, extrem laufstark. Der 19-Jährige, der vor zwei Jahren schon bei Horns Regionalliga-Meistertitel Top-Leistungen ablieferte, hat durchaus das Zeug, in Horns 2. Liga-Kader mitzumischen. Genau deswegen – aber auch deswegen, weil im Sommer noch der berühmte „letzte Zacken“ fehlte – wurde er vorübergehend in der 1. Landesliga bei Waidhofen geparkt. Dort lief es für die Thayastädter in der bisherigen Saison zwar nicht wirklich gut, Krasniqi war aber einer der absoluten Lichtblicke. Ein starkes Frühjahr und Horn hätte über seinen Leihspieler gar nicht hinwegsehen können.

Das sieht nun aber komplett anders aus. Mit dieser völlig unnötigen Aktion, ohne Freigabe seines aktuellen Vereins oder jener des Stammvereines so mir nichts, dir nichts mit Retz ins Trainingslager zu fliegen, ist nicht nur nicht schlau, sondern ein klassisches Eigentor bezüglich Charakter. Warum im Sommer eine Vereinbarung unterschreiben, wenn die, wenige Monate später, schon nichts mehr wert ist? So bleiben am Ende nur Verlierer: Waidhofen, wo Krasniqi nicht mehr hin will, Retz, wo Krasniqi nicht hin darf, Horn, das dieses Verhalten sicher nicht duldet und der Spieler selbst, der ohne Not selbst verschuldet pausieren muss.