Lechzen nach der Pause. Über die weiter andauernde Abwärtsspirale des SV Horn.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 27. November 2019 (00:23)

Erstmals in dieser Saison rutschte Horn in die Abstiegszone der 2. Liga. Der Auftritt gegen die keineswegs überragenden Innsbrucker war erschreckend. Kaum Zweikämpfe gewonnen, immer den berühmten Schritt zu spät, in der Offensive praktisch nicht vorhanden.

Dazu war das mangelnde Selbstvertrauen sichtbar. Niemand übernahm Verantwortung, wurden großteils Alibi-Pässe gespielt. Höhepunkt war schließlich die Situation, die zum entscheidenden Gegentreffer führte. Hier muss nicht diskutiert werden, ob der gegebene Elfer hart oder nicht war, sondern was in den Sekunden vorm vermeintlichen Foul passierte: Es ist auch mal erlaubt den Ball auf die Tribüne zu schießen, anstatt versuchen, spielerisch zu klären. Ebenfalls offensichtlich: Die Mannschaft schien körperlich am Ende, konnte so nicht mehr zurückschlagen.

Mittlerweile muss Horn froh sein, dass der Saisonstart so gut verlief, man trotz dieser bereits zwei Monaten andauernden Unserie zumindest punktetechnisch am Liga-Mittelfeld dran ist – und dass es nur noch ein Spiel bis zur Winterpause hin ist. Dann wartet auf Neo-Trainer Hans Kleer jede Menge Arbeit, wird auch Sportdirektor Reinhard Vyhnalek den einen oder anderen Kicker tauschen müssen.