Trennung war zu erwarten. Über den Trainerwechsel und weitere Personalien beim SV Horn.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 24. Juni 2020 (00:44)

Wirklich überraschend kommt der Trainerwechsel bei Horn nicht: Dass der Verein nicht mehr mit Hans Kleer plante, war klar erkennbar – ansonsten hätte sich Horn längst in diese Richtung deklarieren und gemeinsam mit dem Coach die Kaderplanung angehen können.

Nur neun Spiele dauerte die zweite Ära von Kleer – trotz des nur einen Sieges war in dieser Zeit nicht alles schlecht. Kleer stabilisierte die löchrige Defensive, ließ beim Rückrundenauftakt wieder mutiger auftreten. Dazu kam, dass Torjäger Ercan Kara zu Rapid verkauft wurde.

Was bei Kleer ankreidbar ist, wofür er aber nur teilweise etwas kann, ist, dass scheinbar in den vergangenen Wochen der Draht zur Mannschaft verloren ging. Wie sonst kann es sein, dass sich vermeintliche Leistungsträger aktuell so dermaßen unterirdisch präsentieren und den Coach machtlos zurücklassen, dass sie sogar gegen eine Kapfenberger Nachwuchs-Mannschaft verlieren …

Gerade dieser letzte Punkt muss aber auch dem Verein zu denken geben. Diese Spieler – eher trifft’s das Wort Söldner – muss Horn sofort freistellen. Denn die schädigen das Ansehen des Vereins in einer heiklen Phase. In einer Phase, wo mühevoll das Budget für die kommende Saison zusammengekratzt wird, passt’s einfach nicht dazu, wenn bezahlte Profis Arbeitsverweigerung betreiben.

In der Meisterschaft geht’s quasi um nichts mehr, daher: Raus aufs Spielfeld mit den viel gelobten Talenten aus dem eigenen NLZ, weg mit den Möchtegern-Stars. Kapfenberg hat’s vorgezeigt, Horn darf das ruhig nachmachen.