Weniger ist manchmal mehr. Bernd Dangl über die leichtfertig verjuxten Punkte des SV Horn.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 21. September 2016 (03:10)

Es ist ärgerlich: Da liefern die spielerisch unterlegenen Horner gegen Liefering eine kämpferische Top-Leistung ab, gleichen wie aus dem Nichts einen 0:2-Rückstand aus, um am Ende doch wieder mit leeren Händen dazustehen. Auch, wenn dem Siegestreffer der Lieferinger eine Abseitsstellung vorausging: Verdient war der deren Sieg aufgrund des Spielverlaufs allemal.

Für Horn heißt es nun endgültig, sich mit dem Abstiegskampf anzufreunden. Acht Punkte nach zehn Runden: So wenige waren’s nicht einmal in der Abstiegssaison 2014/15 …
Sechsmal verloren die Horner bisher, zum sechsten Mal übrigens mit nur einem Treffer Unterschied. Alles egal, wenn unterm Strich nichts rauskommt. Fehlt die Cleverness?

Ehrenwert, wenn man riskiert, doch manchmal ist weniger mehr, hätte man gegen Liefering die Abwehr nicht entblößen und blind stürmen müssen. Schon bei der Niederlage gegen Wiener Neustadt ging das schief.

Generell ist die Ausbeute von vier Punkten nach den Spielen gegen Innsbruck, LASK und Liefering okay – auch, wenn Trainer Hamayoshi unzufrieden war, weil es keine neun wurden. Hier würde etwas Realität guttun – mit einer besseren taktischen Einstellung hätten die Horner schon den einen oder anderen Punkt mehr am Konto.