Freie Bahn für die Windriesen?. Martin Kalchhauser über die Volksbefragung in Sigmundsherberg.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 14. Oktober 2014 (10:52)

Am Votum der Bürger der Marktgemeinde ist nicht zu rütteln. Die Wahlbeteiligung war mit 70,4 % sensationell, das Ergebnis (57 Prozent „Ja“) klar.

Die Windpark-Gegner in der Eisenbahnergemeinde können jetzt nur mehr auf die Naturschutzverfahren hoffen. Was sie – und wohl auch alle anderen Inititativen im Waldviertel – besonder trifft, ist dass mit dieser Entscheidung vielleicht ein Präzendenzfall geschaffen wurde und der Weg für die neue Generation der 200 Meter hohen „Windriesen“ im Wald frei wurde. Die Befürchtung, dass jetzt der Damm gebrochen ist und andere nachziehen – nach dem Motto: „Was die Sigmundsherberger können, können wir auch!“

Wenn Meiseldorf sein Projekt umsetzt, drehen sich 2017 in der Kleinregion schon 13 Windräder, in der Wild in Brunn und den Nachbargemeinden Ludweis-Aigen und Göpfritz vielleicht 14 weitere. Sollte dieses Szenario Wirklichkeit werden, würde es die Versprechen der Regionalpolitiker Lügen strafen, mit Maß und Ziel vorzugehen. Man wird sie beim Wort nehmen.