Ein Ende ganz ohne Traurigkeit. Martin Kalchhauser über die Zeit nach dem „Aus“ für die Flüchtlingsquartiere.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 24. Januar 2018 (04:51)

Nach dem Horner „Haus Helina“ (seit 2017 Geschichte) läuft im Juni 2018 auch die Zeit für das „Haus Said“ in Eggenburg ab.

2015 waren die beiden Zentren im Bezirk Horn die richtige Antwort auf den großen Ansturm von Verfolgten. Doch langfristig passiert Integration nicht in „Massenquartieren“, wiewohl Horn (100 Bewohner) und Eggenburg (45 Jugendliche) ohnehin überschaubar waren.

Fakt ist: Ehrenamtliche waren hier wie dort der wichtigste Faktor. Ein Dach über dem Kopf, Essen und Kleidung ist zu wenig. Sprache, Freizeitbeschäftigung und Familienanschluss sind entscheidende Integrationsfaktoren, die von den die Flüchtlinge betreuenden Organisationen nicht oder mangelhaft geboten wurden. Dem vorbildlichen, ehrenamtlichen Einsatz regionaler Humanisten ist es zu verdanken, dass viele bleiben können. Das darf als Erfolg verbucht werden.

Dass die Großquartiere bald Vergangenheit sein werden, ist Grund zur Freude: Viele Gäste haben über sie bei uns eine neue Heimat gefunden!