Existenzen sind jetzt bedroht. Thomas Weikertschläger über das Problem mit dem Borkenkäfer.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 13. September 2017 (05:18)

Die Landwirtschaft im Bezirk Horn kann einem schön langsam wirklich leidtun: Neben niedrigen Milch- und Schweinefleischpreisen sorgte heuer die lang anhaltende Trocken- und Hitzeperiode im Sommer zunächst für schwache Erträge bei Getreide und Erdäpfeln. Jetzt bekommen mit der Borkenkäferplage auch noch die Forstwirte einen dicken Knüppel vor die Beine geworfen.

Während man bei Feldfrüchten wenigstens darauf hoffen kann, dass die Ernte im nächsten Jahr die heurigen Einbußen wettmachen wird, so stellt die Käferproblematik eine langfristige dar. Waldbestände, die erst in einigen Jahrzehnten „geerntet“ hätten werden sollen, gehen derzeit zugrunde – damit werden die Existenzen von Familien bedroht. Die Verzweiflung so mancher Waldbesitzer ist vor diesem Hintergrund nachvollziehbar.

Auch wenn diese Thematik vielleicht nicht die breite Masse betrifft und politisch daher wenig „sexy“ ist – jetzt ist auch die Politik gefragt. Sie darf die Waldbesitzer jetzt nicht im Regen – den sie im Sommer so dringend gebraucht hätten – stehen lassen.