Volksbank: Hat sich das Warten gelohnt?. Martin Kalchhauser über die neue Perspektive für die Waldviertler Volksbank.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 28. Februar 2018 (04:10)

Im ersten Moment schien es im März 2017, als hätte die Waldviertler Volksbank Horn (WVB) einen Zug verpasst. Das Angebot der Volksbank NÖ für eine Fusionierung fiel bei den Genossenschaftern mit Bomben und Granaten durch.

Weil dem Bestreben, als lokales Institut im Konzert der Großen mitzuspielen, auf lange Sicht kein Erfolg beschieden sein dürfte, blieb die WVB weiter „am Markt“ – auch mit der Befürchtung, man werde es beim nächsten Mal noch billiger geben müssen …

Jetzt ist mit der Volksbank Wien ein potenzieller Partner am Radar. Überraschung: Das große Institut verhandelt mit den kleinen Waldviertlern auf Augenhöhe! Der Werbeslogan „Wien ist anders“ gilt – diesmal im durchaus positiven Sinn.

Ohne der Finalisierung der Verhandlungen vorzugreifen, könnte gelten: Das Zuwarten hat sich gelohnt. Kommt es zu einer partnerschaftlichen Vereinbarung und findet diese die erforderliche Mehrheit, dann war das Verpassen des ersten Zugs vielleicht das Beste, was dem Institut und seinen Mitarbeitern passieren konnte.