Wie „teuer“ ein Rat sein kann. Über die Wichtigkeit einer Kammer.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 12. August 2020 (04:35)

Mehr als doppelt so viele Anfragen erreichten die Arbeiterkammer Horn im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres – das zeigt vor allem eines: Der Arbeitnehmer war unsicher; so unsicher, dass die Telefone regelrecht heiß gelaufen sind.

Der Corona-Lockdown hat vor niemandem Halt gemacht und nicht immer war die Lage für jeden zu überblicken. Und der vorübergehende Stillstand wird noch lange zu spüren sein. Die Arbeiterkammer in Horn rechnet damit, dass in einzelnen Branchen vermehrt Insolvenzen angemeldet werden. Droht eine Pleitewelle, werden Menschen in eine Arbeitslosigkeit schlittern. Keine rosigen Aussichten, besonders für die ländliche Region, die nicht mit einem großen Arbeitsmarkt gesegnet ist.

Verzagen sollte man dennoch nicht, denn gerade die Präsentation der Halbjahresbilanz in der Horner Arbeiterkammer zeigt: Sucht man Rat, wird man ihn bekommen. Beratungsstellen, die in greifbarer Nähe sind, zeigen besonders in Krisen, wie wichtig sie wirklich sind.