Sigmundsherberg , Ramsau

Erstellt am 05. Dezember 2018, 04:54

von Markus Füxl

Horror-Show mit Augenmaß. Markus Füxl über den richtigen Umgang mit dem Krampus-Brauch.

Es war eine erfolgreiche Feuertaufe für den Krampus-Verein „Herberger Höllen Teufl“. Zehn infernalische Gestalten unterhielten die Besucher in Sigmundsherberg, Bengalos, Rauchwerfer und eine brennende Sense inklusive.

Was bei solchen Auftritten aber auch passieren kann, zeigt ein aktueller Vorfall in Ramsau. Ein Böller explodierte in der Hand eines 16-Jährigen, der sich als Krampus verkleidet hatte. Dabei riss es dem Jugendlichen mehrere Finger ab. Auch Geschichten über prügelwütige Krampusse sorgen immer wieder für Diskussionsstoff über den kontroversen Brauch.

In Sigmundsherberg blieben die Verkleideten aber mehr Teufelchen denn Teufel. Statt wahllos Rutenschläge an Zuseher auszuteilen, steckten die Teilnehmer ihre Energie in eine fulminante und minutiös durchgeplante Show. Gegen eine solche Auslegung des Krampus-Brauches spricht nichts, denn: Laut darf es auch in der besinnlichen Vorweihnachtszeit einmal werden, gefährlich aber nicht.