Belohnung oder Motivation?. Über das Landtags-Mandat für die Horner SPÖ.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 19. Juni 2019 (05:00)

Schon nach der Landtagswahl im Herbst machte sich der Horner SPÖ-Chef Josef Wiesinger Hoffnungen auf ein Landtags-Mandat. Nach dem Wechsel von Günther Sidl in das EU-Parlament wird Wiesingers Wunsch jetzt Wirklichkeit.

Eine Belohnung für die tollen Wahlerfolge der Roten im Bezirk kann dieses Mandat jedenfalls nicht sein. Seit Wiesinger das Ruder 2008 übernommen hat, gab es bei sechs Wahlen auf Landes- oder Bundesebene lediglich einmal ein kleines Plus für die Horner Genossen. Bei Nationalratswahlen stürzte die Horner SPÖ von 27,5 Prozent (2006) auf 17,4 (2017) ab, NÖ-weit von 18,3 (2008) auf 15,8 Prozent 2018, bei Gemeinderatswahlen von 25,3 (2005) auf 18,9 Prozent (2015).

Vielleicht will die SPÖ den Horner Genossen mit diesem Mandat aber eine Motivationsspritze für künftige Aufgaben verpassen. Jetzt heißt es für die Funktionäre, umso mehr Einsatz zu zeigen und für die Nationalratswahl im September zu laufen und zu schuften.