Frostiger Start für neuen Chef. Über die „Causa Androsch“.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 21. Oktober 2020 (05:12)

Seinen Start in seine neue Aufgabe hat sich Ex-Landesrat Maurice Androsch wohl anders vorgestellt. Die Misstöne rund um seine Bestellung zum neuen Leiter der ÖGK-Geschäftsstelle in Horn zeigen, dass seine neuen Mitarbeiter so gar keine rechte Freude mit ihrem neuen Chef haben. Laut Insidern soll die Stimmung im Service-Center ähnlich frostig sein wie der Winter in Sibirien. Gute Vorzeichen für eine gedeihliche Zusammenarbeit schauen auf alle Fälle anders aus.

Androschs „Parteifreund“ Rudolf Silvan stellte sich mit einer parlamentarischen Anfrage auf die Seite der Mitarbeiter. Der vielleicht verwunderlichste Vorwurf, der von „roter Seite“ in den Raum gestellt wurde, ist wohl jener, dass die „schwarze“ Landeshauptfrau Mikl-Leitner ihre Finger bei der Bestellung des „roten“ Ex-Landesrats im Spiel gehabt haben soll – „Postenschacher für die anderen“ quasi. Dabei zeigt die Sache wieder einmal, wie leicht es die ÖVP in Niederösterreich derzeit hat: Solange die Genossen gegenseitig auf sich einprügeln, braucht die ÖVP nur zuzuschauen.