SPÖ will nicht mitarbeiten. Über Mitarbeit als Angebot – und Aufgabe.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 26. Februar 2020 (05:00)

Es sollte ein Zeichen der Zusammenarbeit sein: Leopold Winkelhofer, ÖVP-Bürgermeister in Burgschleinitz-Kühnring, überließ der SPÖ nicht nur den Vorsitz im Prüfungsausschuss – dem wichtigsten Kontrollorgan einer Gemeinde –, sondern bot den SP-Mandataren Mario Sachata und Hermann Kranzl auch Sitze in weiteren Ausschüssen an. Etwas verdutzt musste er dann die Entscheidung der SPÖ, auf dieses Angebot zu verzichten, hinnehmen.

Warum sich die beiden SPÖ-Mandatare nicht an der Ausschuss-Arbeit beteiligen wollen, begründete Hobby-Sportler Sachata damit, sich lieber dem Training widmen zu wollen. Die Frage, warum man sich in einen Gemeinderat wählen lässt, dann dort aber nicht mitarbeiten will, muss er sich aber schon gefallen lassen. Sich wählen zu lassen, ohne dann auch Verantwortung übernehmen zu wollen, geht einfach nicht. Der SPÖ im Bezirk, die es derzeit ohnehin nicht leicht hat, erweisen die beiden Burgschleinitzer Mandatare so einen Bärendienst.