Niemand setzt auf Aggressivität. Über den zahmen Wahlkampf in Horn.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 15. Januar 2020 (04:08)

Abgesehen von der Forderung der Freiheitlichen nach einem Hallenbad plätschert der Wahlkampf in der Stadt Horn gemächlich vor sich hin. Spürbar war die „fehlende Aggressivität“, wie Moderator Leopold Mayerhofer attestierte, auch bei der „Elefanten-Runde“ der Spitzenkandidaten im Kunsthaus.

Abgesehen von kleinen Scharmützeln verlief die Diskussion wie der Wahlkampf generell: Ruhig, sachlich und ohne große gegenseitige Angriffe. Wagt man den Blick in andere Bezirkshauptstädte des Waldviertels, dann merkt man, wie „gesittet“ es in Horn politisch zugeht.

Dass die ÖVP als klare Mehrheitsfraktion nicht an einem aggressiven Wahlkampf interessiert ist, ist klar. Die Spitzenkandidaten der übrigen Parteien versuchen weitgehend, damit zu punkten, das ein oder andere Projekt zu präsentieren und das gemeinsame Arbeiten über das „politische Hick-Hack“ zu stellen. Ob das für Zugewinne am Wahltag reicht, darf aber zumindest bezweifelt werden.