Auch Defensive muss passen. Auf Spurensuche nach dem Horner Formeinbruch.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 05. August 2020 (00:15)

Rang 13 steht am Ende einer Saison, die uns noch länger in Erinnerung bleiben wird. Nicht weil der SV Horn erst sogar von manchem als Titelkandidat gehandelt wurde, aber letztlich im Tabellenkeller landete, sondern wegen der Corona-Pandemie, die im Fußball einiges durcheinanderwirbelte, nicht zuletzt dafür sorgte, dass den Zweitligisten nicht einmal ein Monat zur Vorbereitung auf die neue Saison bleibt. Aber ganz vergessen sollte man auch Horn nicht. Warum war mit dieser Mannschaft, die nominell wirklich fast mit den besten mithalten konnte, nicht mehr drinnen?

Gute Spieler machen noch keine gute Mannschaft mag jetzt einer sagen. Aber zu Saisonstart waren die Leistungen ja gut. Im Fußball haben oft kleine Dinge große Auswirkungen. So muss es gar nicht ein bestimmter Grund gewesen sein, dass es plötzlich nicht mehr lief. Dass Horn meist offensiv gefällig spielte, sich aber dann zunehmend in der Defensive teils gravierende Fehler einschlichen, war allerdings das augenscheinlichste Merkmal dieser besonderen Saison.

Wo ansetzen? Das ist eine schwierige Frage, wenn so wenige Spieler von der Mannschaft übrig bleiben, wie es aktuell scheint. Wo will man ausbessern, wenn vielleicht ohnehin eine ganze Reihe neu besetzt wird? Wie der SV Horn auch immer für die kommende Saison aufgestellt sein wird, so muss man aus der abgelaufenen Saison allerdings eine Weisheit mitnehmen: Schöner, offensiver Fußball ist toll, begeistert auch die Zuschauer – aber nur, wenn dann die Defensivarbeit auch so gut läuft, dass man die Spiele auch gewinnt.