Defizite bald ausmerzen. Über den Horner Heimstart und die Lehren daraus

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 07. August 2019 (01:00)

Die Stimmung am Freitag in der Waldviertler Volksbank-Arena spiegelte das Bild wider, das seit Wochen über den SV Horn propagiert wird. Die Euphorie ist zurück! Nicht nur, dass über 1.000 Zuschauer kamen. Da wurden wieder gelungene Aktionen beklatscht, brandete Applaus auf, als die Horner in der Schlussphase mit Problemen kämpften, gab es Standing Ovations, als es gegen den FAC knapp nicht zum Heimsieg gereicht hat. Dass man trotz enttäuschendem Ergebnis wiederkommen wolle, war der Tenor unter den Zuschauern.

Warum es nicht zum Sieg reichte, dafür waren zwei Aspekte im Horner Spiel essenziell. Einerseits schaffte man es nicht, trotz absoluter Dominanz zwingende Torchancen zu erarbeiten. Der letzte Pass kam kaum an. Dazu attackierte man zeitweise zu lasch und ließ sich vor allem von den aggressiver werdenden Wienern in die Defensive drücken.

„Die Mannschaft schöpft ihr Potenzial noch nicht aus“, sagte Sportdirektor Reinhard Vyhnalek schon nach dem Saisonstart. Diese Woche wurde ersichtlich, was er gemeint hat. Dass eine Mannschaft, die erst so kurze Zeit beisammen ist, sich nicht auf Anhieb blind versteht, ist klar. Will man die gute Stimmung lange bewahren, wird man diese Defizite aber bald ausgemerzt haben müssen.