„Schritt zurück“ ist ein logischer. Über das „Comeback“ in der Sigmundsherberger SPÖ.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 24. Juni 2020 (03:13)

Gerade einmal 13 Monate ist es her, dass die Sigmundsherberger SPÖ ein Zeichen in Richtung Neustart setzen wollte. Nach der herben Schlappe, die die SPÖ bei der Gemeinderatswahl 2015 einstecken hatte müssen, sollte die couragiert zu Werke gehende Barbara Reisel die Genossen wieder zurück auf die Erfolgsspur bringen. Nach ihrem überraschenden Abgang – trotz des Zugewinns von zwei Mandaten im Jänner – übernimmt mit Gerhard Zauner jetzt wieder ein „Oldboy“ das Ruder.

Was auf den ersten Blick wie ein Schritt zurück aussieht, ist in Wirklichkeit ein logischer. Schon jetzt die Spitze der Partei zu übernehmen wäre für die jungen Gemeinderäte – etwa Michaela Schmöger, die nun ebenfalls in den Gemeindevorstand einzog – wohl zu früh gekommen. Zauner wird in den kommenden Jahren für die SPÖ sicher keine Bäume ausreißen. Hinter dem erfahrenen Ex-Feuerwehr-Kommandant kann sich die junge Garde aber bis zu den nächsten Urnengängen 2025 auf höhere Weihen vorbereiten.