So soll es (nicht) weitergehen. Über Horns Abstiegskampf und die fehlende Unterstützung von außen.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 25. April 2019 (03:01)

Der SV Horn lebt wieder. Nicht nur tabellarisch, wo die Chance auf den Klassenerhalt selbst bei den ursprünglich drei geplanten Absteigern, wieder voll intakt ist, sondern auch als Mannschaft. Gab‘s bei einigen immer wieder mal einen offensichtlichen Anflug an Lustlosigkeit, so dürfte diesen Trainer Kurt Jusits denjenigen ausgetrieben haben. Gegen Amstetten wurde von der ersten Minute an gelaufen, gebissen, gegrätscht. So wie es sich für einen echten Abstiegsfight gehört. Genau da muss Horn in den restlichen sieben Saisonspielen anknüpfen. Dann ist der Klassenerhalt absolut drinnen.

Weniger energiebeladen als der Auftritt der Kicker am Rasen war jener der Fans auf den Rängen. Bis auf ein paar tiefe Schmähungen einiger Halblustiger in Richtung Schiedsrichter-Assistentin Sara Telek war‘s stumm. Die Bühne wurde den Gäste-Fans überlassen, die das Auswärtsspiel anfeuerungstechnisch zu einem Heimspiel machten. Es ist das alte Horner Leid, dass die Unterstützung von außen fehlt. Gerade dann, wenn es am notwendigsten wäre. Via Social Media reagieren manche ja auch sehr emotional, vor Ort sind sie aber die Schüchternheit pur. Wie wär‘s denn, es einmal mit dem umgekehrten Weg zu versuchen?