Wenigstens war es friedlich. Über den „Spaziergang durch Horn“.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 13. Januar 2021 (04:20)

Mehr als 300 Personen fanden sich am vergangenen Samstag in Horn ein, um mit einem „Spaziergang durch Horn“ gegen die ihrer Meinung nach übertriebenen Corona-Maßnahmen der Regierung zu demonstrieren. Auf das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken und das Einhalten von Sicherheitsabständen wurde dabei verzichtet.

Ein wenig paradox ist es, dass die aktuelle Entwicklung der Coronazahlen im Bezirk diesen Leuten in die Hände spielt. Es ist leicht, angesichts der geringen Fallzahlen von übertriebenen Maßnahmen zu sprechen. Weniger leicht ist es für jene Menschen, die sich an die Maßnahmen halten und Disziplin walten lassen, um diese geringen Zahlen möglich zu machen. Wenn man etwas Positives aus diesem Event ziehen kann, dann, dass die – übrigens nicht angemeldete – Veranstaltung wenigstens friedlich ablief. Auch ein Verdienst der Polizei, die auf ein Einschreiten wegen der Missachtung der Corona-Maßnahmen verzichtete. Hoffen wir, dass die Zahlen so bleiben.