Ziel nicht außer Acht lassen. Über den Unmut radfahrender Horner.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 23. Oktober 2019 (05:00)

Ein Radweg zu Schulen in Horn: Geredet wird darüber seit Jahren, heuer schritt die Stadtpolitik zur Tat. Löblich sind Vorhaben, Pedalritter sichere Bereiche auf der Fahrbahn zuzusprechen. Doch dann stritt man, wer jetzt wirklich die Idee zu dem Projekt hatte. Und jetzt ärgern sich die Radler maßlos und sprechen von einem „Pfusch“. Der Streifen endet abrupt, wird mittig auf der Fahrbahn geführt und wegen vieler Beschwerden gleich wieder entfernt.

Wer wolle sich das auf seine Fahne heften, fragt ein NÖN-Leser. Der Unmut ist verständlich, aber in dieser Debatte darf das Ziel nicht außer Acht gelassen werden: Mehr Menschen sollen dazu gebracht werden, kurze Wege in der Stadt mit dem Rad zurückzulegen.

Dass die Realisierung auf ihre Grenzen stößt, zeigte schon der Radweg zum Einkaufszentrum: Er verläuft wegen den vielen Zufahrten nicht durchgehend. Vielleicht braucht es ein grundsätzliches Umdenken, wie Auto- und Radfahrer miteinander umgehen. Oder eine präzisere Planung.