Viele kleine statt einer großen Feier im Bezirk Horn. Dass die Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung während der Pandemie doch Einschränkungen erfahren hat, erzählt der Horner Stadtpfarrer Albert Groiß. So wird es in Horn heuer bei Erstkommunion und Firmung keine Feier für alle geben, sondern eine Aufteilung in Kleingruppen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 05. Mai 2021 (05:14)
Stift Altenburg. 
Dieter Schewig

Gab es früher immer eine große Firmung im Stift Altenburg, so wird es heuer eine Aufteilung auf einzelne Pfarren geben. Im Pfarrverband Horn wird es vier Termine in Horn selbst geben, je einen in Strögen, St. Marein, Mödring und Röhrenbach mit jeweils rund zehn Firmlingen. Die Vorbereitungen waren heuer auch viel kürzer. „Normalerweise beginnen wir damit spätestens nach Weihnachten. Bei den Erstkommunions-Kindern haben wir einen sehr schönen Behelf von der Diözese angekauft und jedes Kind bekam eines davon. Da wir trotz Corona Gottesdienste feiern durften, haben wir beim ersten Gottesdienst diese Hefte an die Erstkommunion-Kinder verteilt“, so Groiß.

Der Horner Stadtpfarrer Albert Groiß.
Archiv

Auch durch die Bildung von WhatsApp-Gruppen konnte die Pastoralassistentin die Kinder weiter instruieren, was sich diese wöchentlich anschauen, und mit den Eltern besprechen und erarbeiten sollen. Groiß weiter: „Eigentlich sind ja die Eltern die ersten Erzieher, auch im Glauben. Dieses Versprechen geben sie bei der Taufe.“

„Wir werden dafür Sorge tragen, dass wir die Corona-Auflagen erfüllen.“ Pfarrer Sepp Schachinger

Ein höheres Engagement seitens der Firmlinge als vor Corona erkennt der Eggenburger Stadtpfarrer Sepp Schachinger.

In der Pfarre Eggenburg wird es sechs Termine für die Feierlichkeiten im kleinen Rahmen geben – aber ohne Prozession mit Musik. „Dafür sind die Vorbereitung und die Organisation mit einem ganz anderen Aufwand verbunden“, sagt Schachinger.

Der Eggenburger Stadtpfarrer Sepp Schachinger.
Archiv, Archiv

Die Termine werden heuer ziemlich zeitig stattfinden, zudem sie voriges Jahr ohnedies verschoben wurden. „Wir können die Termine nicht nochmals verschieben, aber wir werden dafür Sorge tragen, dass wir die Corona-Auflagen erfüllen“, sagt Schachinger.

Pfarrerin Birgit Schiller von der Evangelischen Pfarre Horn-Zwettl erzählt, dass zwar die allgemeinen staatlichen Richtlinien und Vorgaben bezüglich Covid gelten, aber innerhalb dieses Rahmens jede Pfarre selbstständig entscheiden könne. „Wir haben in diesem Falle den Vorteil, dass wir eine kleine Gemeinde sind und nur drei Konfirmanden haben. Dadurch findet die Konfirmation zum normalen Termin zu Pfingsten statt“, sagt sie. In Horn wird der Gottesdienst im Campus Horn stattfinden, wo genug Platz ist, um die Vorgaben einhalten zu können.

Die evangelische Pfarrerin Birgit Schiller.
NOEN

Die Vorbereitungskurse hält Schiller selbst ab. Wenn keine Treffen möglich waren, wich man auf virtuelle Besprechungen aus. Bei den Gottesdiensten waren die Konfirmanden gemeinsam dabei. Nach Christi Himmelfahrt gibt es wieder ein gemeinsames Treffen, diesmal aber ohne Übernachtung. „Was natürlich schade ist, dass der Niederösterreichische Konfirmandentag – wo unsere Konfirmanden einmal erleben konnten, dass es mehr als nur ein paar Evangelische gibt – leider ausfallen musste. Aber wir haben das Beste daraus gemacht, mit schönen Momenten für die Konfirmanden“, so Schiller.

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