"Gottfried-Brothers" spielten sich in Herzen der Gäste. Die Brüder Stefan und Daniel Gottfried überzeugten mit Filmmusik in der Klosterkirche Eggenburg.

Von Elisabeth Stangl. Erstellt am 12. November 2019 (09:52)
Beim Konzert in der Klosterkirche Eggenburg: Paula Garcia del Valle, Burcu Gündogdu, Daniel Gottfried, Stefan Gottfried und Pater Krzysztof Legutko.
Elisabeth Stangl

„Ich bin ein absoluter Kinofreund“, so meinte Pater Krzysztof Legutko, nachdem die letzten Töne der altehrwürdigen Orgel verklungen waren. „Ich wusste gar nicht, dass man so etwas auf dieser Orgel spielen kann“, setzte der Rektor des Klosters fort. Die Rede ist von Filmmusik aus den weltberühmten Filmklassikern von Nino Rota oder John Williams und Ennio Morricone.

Konzert als Beweis für Zeitlosigkeit von Musik

Die Brüder Stefan und Daniel Gottfried veranstalteten vor elf Jahren zum ersten Mal ein Konzert in der Eggenburger Klosterkirche. Seither widmeten sie sich ganz ihrer Leidenschaft der Musik. Die aus Kainreith stammenden Gottfried-Brüder haben sich dabei in verschiedene Richtungen entwickelt. Daniel studierte die Fächer klassische Musik und Orgel, seines Bruder Stefans Herzblut ist das Saxophon und Jazz.

Am Sonntag zeigten die beiden Musiker, wie zeitlos Musik sein kann und wie einzelne Musikrichtungen ineinander verwoben sein können. Stefan und Daniel stellten ihr Konzert unter das Motto „Mit Debussy und Ravel ins Kino“.

Mit Werken der beiden französischen Komponisten, Maurice Ravel und Claude Debussy stellten die beiden jungen Musiker ihr großes Können unter Beweis. Dem „Organ“, sprich der Orgel, verlieh Daniel Flügel, andererseits ließ Stefan das Saxophon in schwindelerregende Höhen zu strahlendem Glanz, dann wieder zu samtig weichen, manchmal auch schnarrenden Tönen, gleich einer Oboe, erklingen.

Was so tonmalerisch mit den beiden Impressionisten begann, fand schließlich seinen Fortgang in der Filmmusik.

Die bis zum letzten Platz besetzte Klosterkirche hallte unter anderem von Klängen, der gar nicht so christlichen Welt des New Yorker Mafia Paten wider. „Catch me if you can“ und „Cinema Paradiso“ und „The Mission“ rundeten das Konzert ab. Mit dem Evergreen „Mona Lisa“ verabschiedeten sich zu einem „meet und greet“ in den Speisesaal des Klosters und versprachen recht bald wieder zu kommen!