Chor „Wild Jumble“ bot wahres Kunstwerk. Chor „Wild Jumble“ toppte die Erwartungen des Publikums mit seinen musikalischen Darbietungen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. November 2019 (13:30)
Jürgen Spindler (links) als „Amadeus“ alias Falco begeisterte samt seinem Background-Chor das Publikum im Widdersaal.
Nowak

Waren die Konzerte des Weitersfelder Chores „Wild Jumble“ schon bisher ein großes Erlebnis für die vielen Zuhörer, so toppte das bekannte Ensemble am vergangenen Wochenende die Erwartungen mit einem „Gesamtkunstwerk der besonderen Art“.

Hier stimmte die Auswahl des Programms mit der Performance, die musikalische Darbietung mit der Technik der Ausführung, die sichtbare Begeisterung der Chormitglieder und Harmonie der Gruppe untereinander mit der Exaktheit der Choreografie, des Outfits und der Konzeption der Bühne.

„Wild Jumble“-Chef Manfred Kristen (Mitte) mit den Solisten des Konzertes Jürgen Spindler, Daniela Reiß, Petra Schweinberger, Elisabeth Neubauer und Barbara Lechner sowie Moderator Peter Steurer (von links).
Fotos: Nowak

Schon die Einleitung des Jazzblocks „Best of Duke Ellington“ gewann durch die erweiterte Begleitband, besonders durch die neue Saxophonistin Tanja Machovsky bei „Mood Indigo“, durch durchdachte Hintergrundprojektionen beim Superhit „Caravan“ bzw. bei Joe Zawinuls „Birdland“ mit Elisabeth Neubauer und Petra Schweinberger als in jeder Hinsicht attraktive Solistinnen. Bei „You’ve Got a Friend“ und „Jolene“ beeindruckten die Soli von Daniela Reiß durch innigen Vortrag, bevor der erste Teil mit „Rosanna“ einen flotten Abschluss fand.

Wandlungsfähig auch bei den Kostümen

Die „Herrengruppe“ eröffnete – wie bisher heiter – mit „Rock Me Amadeus“ bzw. „Minnie the Moocher“ mit dem superaktiven und ausdrucksstarken Jürgen Spindler, der in seiner stark akklamierten Cellobegleitung für „The Power of Love“, gesungen von Petra Schweinberger, auch Gefühl zeigen konnte.

Die Damengruppe überzeugte heuer nicht bloß durch Temperament und Exaktheit bei der Präsentation von „I Will Survive“ mit wechselnden Solistinnen, darunter auch Barbara Lechner, sondern auch mit der Wandlungsfähigkeit bei den Kostümen.

Kreativität und Perfektion muss man besonders dem großartigen Gesamt- und Chorleiter Manfred Kristen zugestehen, der bei „Best of Blues“ nebenbei auch zur Gitarre griff oder locker den bewährten Moderator Peter Steurer ergänzte. Im Zusammenklang aller Solisten bei „Shake a Tail Feather“ endete das begeistert akklamierte Konzert, das den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird und am Freitag, 15., und Samstag 16. November jeweils um 19.30 Uhr im Widdersaal wiederholt wird. Vorverkaufskarten zu zwölf Euro gibt es bei allen Raibas der Region.