Skulptur in Eggenburg erhielt Schirm. Gemeinsam mit Metallbauer Karl Riel schuf der Eggenburger Ex-Unternehmer Hans Leidenfrost „Wetterschutz“ für Holz-Skulptur, die „Dualität der Welt“ beschreibt.

Von Petra Hauk. Erstellt am 27. November 2020 (04:14)
Hans Leidenfrost und Karl Riel freuen sich über den gelungenen Wetterschutz für die außergewöhnliche Skulptur.
Petra Hauk

Gute Ideen kommen manchmal auf Umwegen - so war das auch im Fall von Hans Leidenfrost, Seniorchef der Poolmanufaktur Leidenfrost.

Idee für Dach entstand in Yogastunde

Die Vorgeschichte: Im Sommer erhielt der kreative Holzliebhaber ein spezielles Geschenk von seiner Familie zu einem „niedrigen runden Geburtstag“ (wie er selbst mit einem Augenzwinkern anmerkt), nämlich den Stamm einer 100-jährigen Gleditischie – einem Johannisbrotgewächs – vom Festgelände, der zu Brennholz verarbeitet werden sollte. Bald war die Idee zu einer besonderen Skulptur geboren, die viele Ideen und Botschaften in sich vereinen sollte.

Keine leichte Aufgabe für Holzschnitzer Martin Vollgruber aus Reitzendorf im Bezirk Zwettl, aber die Übung gelang: Aus dem imposanten Stamm entstand ein Werk, das die Dualität der Welt beschreibt, das Böse nicht verschweigt, aber das Gute hervorhebt und dem Betrachter das Gefühl vermittelt, die Liebe besiegt alles. Zumindest fast – denn das Wetter setzt dem ungeschützten Kunstwerk im Naturgarten der Firma Leidenfrost natürlich zu.

Die Idee, ein Dach in die Skulptur zu integrieren, entstand bei einer Yogastunde. Lehrerin Gabriela Hohenegger aus Kühnring meinte zu Leidenfrost, dass er – so fit wie er sei – locker den 100er schaffe. „Wenn ich wirklich noch soviel Zeit habe, dann möchte ich nicht sehen, wie meine Statue zerfällt und morsch wird, da muss ein Dach her, das zumindest die schlimmsten Wetterkapriolen fernhält“, erzählt der Ex-Unternehmer.

Überdachung von Riel fügt sich in Botschaft

Gesagt, getan. Mit seinem Vorhaben wandte er sich an einen langjährigen Geschäftspartner, den Metallbauer Karl Riel aus Reinprechtspölla. Gemeinsam tüftelten die beiden eine ganz besondere Konstruktion aus.

„Drei Streben mit einem Deckel – das kann jeder machen, aber eine Überdachung, die sich nahtlos in die Botschaft der Skulptur fügt, und die außerdem noch drehbar ist – das war die Herausforderung“, erzählt Riel, der zugibt, dass der Auftrag sicher nichts Alltägliches sei.

Aber mit dem nötigen Know-how gelang die Übung. Nun behütet ein stilisierter Blütenstand aus Stahl und Aluminium, der sich optisch in das Thema fügt, das besondere Geburtstagsgeschenk von Hans Leidenfrost.

Tipp: Die Statue kann gegen Voranmeldung (0664/831 89 27) gerne besichtigt werden.