Neuer Adler wacht wieder über die Kamegger. Groß war die Aufregung in der Garser Katastralgemeinde Kamegg, als man Ende Juli bemerkte, dass der Adler auf dem Stein des Kriegerdenkmals offensichtlich gestohlen worden war. Die Suche nach dem Täter blieb bislang ergebnislos. Ortsvorsteher Anton Mück und der Bevölkerung war es aber ein Anliegen, dass bald wieder ein neuer Adler auf dem Denkmal sitzt und gleichsam über den Ort wacht.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 30. Oktober 2020 (18:23)
In einer Feier im kleinsten Kreis enthüllten Bürgermeister Martin Falk (Dritter von rechts) und der Kamegger Ortsvorsteher Anton Mück (Vierter von links) den neuen Adler auf dem Kriegerdenkmal des Ortes. Mit dabei auch die Abordnungen der Feuerwehr mit Leopold Hofstätter, Kommandant Roland Anglmayer und Gregor Mück (von links) sowie des ÖKB Thunau mit Anton Mikysek und Gottfried Baumgartner (von rechts).
Rupert Kornell

Mit finanzieller Hilfe der Marktgemeinde Gars sowie der Freiwilligen Feuerwehr Kamegg und des ÖKB Thunau wurde eine neue Bronzefigur um rund 1.500 Euro angeschafft, fest verankert und zwei Tage vor Allerheiligen bei einer Feier im kleinen Kreis von Mück und Bürgermeister Martin Falk enthüllt. Damit verbunden war auch eine Kranzniederlegung, wie es der Brauch ist, nur mit einem Bläserquartett und dem Lied vom „Guten Kameraden“, aber ohne Publikum. 

"Totengedenken, keine Heldenehrung!"

„Es ist eine gute Tradition, die Kriegerdenkmäler zu pflegen“, meinte der Bürgermeister, der Mück und seinen Helfern für die Initiative dankte. „Wir stehen hier, nicht um Helden zu ehren, sondern der Toten zu gedenken. Und ich habe im Übrigen überhaupt kein Verständnis, dass solche Denkmäler geschändet werden, wie das eben durch den Diebstahl passiert ist.“

Mück erinnerte daran, dass der „alte“ Adler vor 85 Jahren an dieser Stelle angebracht worden war und gab der Hoffnung Ausdruck, dass der „junge“ zumindest ebensolang auf der Spitze des Denmals sitzen werde.