"Heilige Familie" trotzt Corona in Strögen. Schon Mitte November – also coronabedingt noch vor dem Lockdown – machte sich das Team der Krippenbauer der Dorfgemeinschaft Strögen auf den „Weg“, um die Heimstätte für „Josef, Maria und das Jesuskind“ zu errichten.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 16. November 2020 (15:31)
Mit großem Engagement und ehrenamtlichen Einsatz errichteten Karl Hangelmann, Reinhard Führer, Franz Toschner, Alfred Nußbaum und Josef Futterknecht (von links) im Gemeindemittelpunkt noch vor dem Lockdown eine Krippe, damit auch in Zeiten wie diesen ein besinnlicher Advent gefeiert werden kann.
Eduard Reininger

Ortsvorsteher Martin Ledermann meint: „Es musste rasch gehandelt werden. Denn bei den geltenden Bestimmungen ist eine Zusammenkunft bis zum ersten Advent nicht mehr möglich.“

Ausgerüstet mit Akkuschrauber, Brettern und Pfosten gingen Karl Hangelmann, Reinhard Führer, Franz Toschner, Alfred Nußbaum und Josef Futterknecht unter der Leitung von Ledermann, der den Krippenbau auch im Vorjahr initiiert hatte, ans Werk.

Da es vor Corona zahlreiche Aktivitäten im Ort gegeben habe, die Fixpunkte im Gemeindeleben gewesen seien, wollte man mit dem Errichten der Krippe, die heuer zum zweiten Mal aufgestellt wurde, auch ein Zeichen setzen, das Gemeinschaftsleben in Strögen zu forcieren. Ein eigener Verein dazu sei in Strögen nicht notwendig, meinte Ledermann, denn: „Der Zusammenhalt ist auch so gegeben, wir sind eine kleine, aber feine Truppe.“ Und so soll die Krippe trotz Covid-19 einen Teil zur besinnlichen Weihnachtszeit in Strögen beitragen. Sollte es nach dem Lockdown möglich sein, sich unter der Einhaltung aller Coronabestimmungen zu treffen, soll ein Glühweinstand am letzten Adventwochenende auch als Plattform zum Austausch unter der Dorfbevölkerung dienen.