Harry Potter-Fest auf der Rosenburg enttäuschte. Fans des Zauberlehrlings klagten nach Event auf der Rosenburg über „Abzocke“ und schlechte Organisation. Organisator für Stellungnahme nicht erreichbar.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 27. Juni 2018 (03:50)

Ein Hauch von Hogwarts erwartete die Gäste des „Harry-Potter“ Specials auf der Rosenburg. Es könnte kaum einen besseren Ort geben, an dem die berühmteste Schule für Hexerei und Zauberei für zwei Tage ausgelagert wird ... Sollte man denken! Doch nicht alle Gäste des zweitägigen Festes auf der Rosenburg waren mit dem Gebotenen zufrieden.

Zahlreiche Facebook-User ließen ihrem Unmut über die Organisation der Harry-Potter-Convetion auf Schloss Rosenburg freien Lauf. Foto: Facebook
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Auf Facebook entflammten nach der Veranstaltung heftige Diskussionen. „Komplette Abzocke“, „absoluter Flop“, „leider sehr enttäuschend“, „eine Frechheit“ oder „Nichts geboten. Nicht organisiert. Katastrophe“ waren da noch einige der harmloseren Kommentare, die enttäuschte User auf der Veranstaltungsseite auf Facebook von sich gaben (siehe Faksimile links).

Heftiger Eintritt, dennoch Extra-Ausgaben für Fotos mit den „Stars“

Die Probleme hätten schon bei der Parkplatznot begonnen. Stundenlanges Anstehen beim Eingang – selbst mit online gebuchter Karte – sei notwendig gewesen, so ein weiterer Vorwurf.

Jason Isaacs, Darsteller von Lucius Malfoy, war zwar in Rosenburg anwesend, allerdings ohne Kostüm.
Eduard Reininger

Im Inneren hätte sich die Rosenburg – entgegen der Ankündigung – nicht als „Hogwarts“ präsentiert. Lediglich drei Essensstände und ein „Mini-Stand mit Fanartikeln“ seien das einzige „Highlight“ gewesen, klagt ein User. Wenn nicht viele Gäste in den Farben der Häuser Gryffindor, Ravenclaw, Slytherin oder Hufflepuff gekommen wären, hätte man nicht erahnen können, dass es sich um eine Harry-Potter-Convention gehandelt habe.

Weiterer Kritikpunkt der Harry-Potter-Fans: Für Fotos und Autogramme mit den „Stars“ habe man extra tief in die Tasche greifen müssen – und das, obwohl die Eintrittspreise mit 35 Euro für einen Tag und 50 Euro für beide Tage ohnehin heftig gewesen seien. Zudem seien die Schauspieler, von denen einige laut enttäuschter Fans ohnehin nur Statistenrollen innegehabt hätten, nicht einmal kostümiert gewesen.

Die NÖN wollte Organisator Jörg Bürrig, Geschäftsführer der „Medieval-Fantasy-Convention - Harry Potter Exclusive“ mit den Vorwürfen konfrontieren, der war aber trotz mehrmaliger Versuche telefonisch nicht erreichbar. Auch eine E-Mail-Anfrage blieb bis zum Redaktionsschluss unbeantwortet.