Tage der Kochkultur: Was früher auf den Tisch kam

Tagungsteilnehmer beschäftigten sich mit dem „KochKulturMuseum“ und dem Krahuletzmuseum Eggenburg an drei Tagen intensiv mit der Kulinarik-Geschichte.

Erstellt am 19. Oktober 2021 | 09:18

Haubenkoch Jürgen Wolf bereitet gerade mit Workshop-Teilnehmerinnen „Zungenkarbonaden“ (Rindszunge-Laibchen) zu, während Krahuletzmuseum-Direktor Johannes Tuzar und Georg Geml durch die Stadt führen und über „geweste Gastronomie“ in Eggenburg erzählen. Die „Tage der Kochkultur“ ließen in die Geschichte der Kulinarik eintauchen. 40 Personen, vorwiegend aus dem Bezirk Horn, nahmen am Wochenende daran teil.

„Ich habe eigentlich gar nicht mit so vielen Besuchern gerechnet, ich bin sehr happy darüber“, freut sich Geml. Der „KochKulturMuseum“-Chef ist Hauptorganisator der Tagung, er arbeitete hierfür mit dem Krahuletz-Museum zusammen. Kochkultur-Herzstück war die Vortragsreihe. Die Referenten aus Österreich, Deutschland und Ungarn beschäftigen sich hobbymäßig oder professionell (in der Universität oder im Museum) mit der Kulinarik-Geschichte. Sie sprachen zum Beispiel über schräge Rezepte, ließen in kulinarische Sammlungen eintauchen oder stellten museale Projekte vor.

„Historische Kulinarik stark im Kommen“

„Die historische Kulinarik ist sehr stark im Kommen und die Museen sehen das Potenzial, dass man auf diese Weise gut in Kontakt mit den Menschen treten kann“, berichtet Geml. Er selbst habe viel mitnehmen können: „Man knüpft Kontakte, man lernt, welche Projekte andere Leute machen, welche Probleme sie haben und wie sie damit umgehen. Dieser Erfahrungsaustausch ist wahnsinnig wertvoll.“

Die Tagung soll 2022 fortgesetzt werden: Nicht jeder ergatterte einen Platz in den Kochkursen. „Und wir haben noch andere Formate im Hinterkopf, dass es ein bisschen breitenwirksamer wird“, erklärt der Gründer des „KochKulturMuseums“ in Eggenburg.