Zeit & Raum für Eggenburgs Kunst

Festakt der 37. Eggenburger Kulturwoche(n) stellte neben Ehrungen für langjährige Kultur-Botschafter besonders die Jugend in den Fokus.

Erstellt am 21. Oktober 2021 | 05:46

Die 37. Eggenburger Kulturwoche(n) stehen heuer unter dem Motto „Zeit und Raum“. Beim Festakt – heuer coronabedingt in der Stadthalle – nahm man sich nicht nur angemessen Zeit, um das vielfältige Eggenburger Kulturleben vor den Vorhang zu bitten, sondern gab auch der Jugend Raum, sich zu präsentieren.

Da war die optisch an sich ja nicht gerade sonderlich hübsche Halle mit Werken der 24-jährigen Ines Tretzmüller geschmückt. Die junge Künstlerin stellt ihre Werke – in Zeiten der Digitalisierung passend – mittels Tablet her, erläuterte diese Technik kurz und stand Interessierten für Gespräche über ihre Arbeit zur Verfügung. Zu sehen ist ihre Ausstellung übrigens seit 15. Oktober auch in der Raiffeisenbank Eggenburg. Dass Eggenburg aber auch über musikalische Talente verfügt, bewies Marlene Pregesbauer. Sie umrahmte den Festakt am Klavier und beeindruckte mit einfühlsamem Gesang.

Vor den Vorhang geholt wurde aber auch David Tutschek. Er ist „Junior-Bibliothekar“ in der Stadtbücherei Eggenburg, unterstützt die Mitarbeiter der Bibliothek und hat zuletzt innerhalb eines Jahres gleich 300 Bücher ausgeborgt. Ehrungen gab es auch für die beiden musikalischen Schwestern Gudrun und Christine Eder, die immer wieder bei Musik-Wettbewerben wie Prima la musica tolle Ergebnisse nach Eggenburg holen.

Da auch etwas reifere Semester nicht aus dem Eggenburger Kulturleben wegzudenken sind, wurden auch vier Kultur-Ehrenzeichen durch Bürgermeister Georg Gilli und Kultur-Stadträtin Margarete Jarmer verliehen. Gerti Fohringer erhielt es unter anderen für ihre Tätigkeit in der Stadtbücherei Eggenburg, Christina Lehner für ihre langjährige Tätigkeit als Obfrau des Eggenburger Stadtchores, Brigitte Zach und Elfriede Jordan für ihr tatkräftiges Engagement bei der Theatergruppe Eggenburg.

Bezirkshauptmann Johannes Kranner erläuterte die Bedeutung von „Kultur“ auch in einem anderen Sinn: Nämlich als wichtigen Baustein für unser Zusammenleben. Als Beispiel nannte er, wie sehr die Behörden in der aktuellen Situation etwa beim „Contact Tracing“ belogen werden. „Dabei fängt Kultur schon damit an, wie wir mit einander umgehen“, sagte Kranner. Eine Gratulation zu „seiner Kultur-Stadträtin“ bekam Gilli dann von Regionsobmann Franz Göd: „Es ist ein Wahnsinn, was sie Jahr für Jahr an Programm auf die Beine stellt“, sagte er. Jarmer selbst ging dann noch auf einige Programmpunkte der heurigen Kulturwoche(n) ein und wies dabei besonders auf das kommende Wochenende hin. Da steht mit „Alte Räume, junge Künste“ ein Leckerbissen auf dem Programm. Es werden in teils nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen Räumen (Lichtspielhaus, altes Gericht,...) Werke bereits international renommierter junger Künstler gezeigt.

Nach dem Festakt wurde die Möglichkeit genutzt, beim von der Raiffeisenbank Eggenburg zur Verfügung gestellten Buffet zu plaudern.