Jubiläum im Spital: Ein „Christkindl“ schon im Juni?. 25 Jahre Spitalsneubau und 50 Jahre Krankenpflegeschule wurden gefeiert. Dabei kamen notwendige Sanierungen zur Sprache.

Von René Denk. Erstellt am 27. Juni 2018 (05:14)

Müssen die Horner bis Weihnachten nicht mehr brav sein? Wenn es nach Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf geht, scheinbar nicht.

Denn als es beim Jubiläumsfest, bei dem 25 Jahre Krankenhausneubau und 50 Jahre Schulstandort der Gesundheits- und Krankenpflege gefeiert wurden, notwendige Investitionen zur Sanierung des in die Jahre gekommenen Baus angesprochen wurden, meinte Pernkopf: „Das Christkind wird sehr gut mit Horn sein“.

„Unser 25 Jahre altes Haus ist wie eine alte Dame“

Der Festakt fand am vergangenen Freitag im Vereinshaus Horn statt, der von Barbara Stöckl moderiert wurde. Dabei meinte der ärztliche Direktor Martin Breitenseher: „Unser 25 Jahre altes Haus ist wie eine alte Dame - noch gut in Schuss, aber es gehört halt einiges gemacht. Wir wollen keinen Neubau, der 500 Millionen Euro in Anspruch nimmt, aber zehn Prozent für die Sanierung.“

Franz Huber, kaufmännischer Direktor des Landesklinikums Horn-Allentsteig betonte, dass man den Personalstand seit vor 25 Jahren fast verdoppelt hätte und dieser mittlerweile bei fast 1.000 Mitarbeitern liegt. „Damit sind wir ein sehr wichtiger Arbeitgeber in der Region, der auch viele hoch qualifizierte und damit gut verdienende Mitarbeiter hat“, gab sich Huber stolz.

Pflegedirektorin Elisabeth Klang strich die großen Herausforderungen und den Wandel im Pflegebereich hervor. „Aber alles, was persönliche Pflege und Patientenbeziehung ausmacht, kann die beste Technik in der Pflege nicht wegmachen“, plädierte Klang dafür, die Technik nur als wichtiges Hilfsmittel im Hintergrund zu sehen, was ihr viel Applaus einbrachte.

„Horn ist bei Ambulanzen das Zentrum des Landes“

Markus Klamminger, medizinischer Geschäftsführer der Landeskliniken-Holding, betonte, dass Horn die zweitgrößte Dialyse-Station in Niederösterreich hat. Schuldirektor Wolfgang Schrenk stellte klar, dass die Pflege heute wesentlich höhere Ansprüche hat und dass die Jobchancen nach wie vor gut sind. Die Schülerzahl erhöhte sich in den 50 Jahren von 13 auf 123, insgesamt wurden bisher 1.225 Diplomschwestern und 156 Diplompfleger ausgebildet.

„Horn ist bei Ambulanzen das Zentrum des Landes“, freute sich Bürgermeister Jürgen Maier und strich den „unheimlichen Weitblick“ der damaligen Stadtführung und des Landes heraus. Genauso, wie das Landesklinikum wäre die Horner Schule ein Flaggschiff, wenn es darum gehe, einen Schritt voraus zu sein.

Landeshauptmann außer Dienst, Erwin Pröll, schilderte sehr persönlich, wie es bei seinem schweren Fahrradunfall im Vorjahr war, wo er in Horn eingeliefert wurde. „Wenn man ins Krankenhaus kommt und nicht weiß, was eigentlich los ist, ist die beruhigende Hand einer Schwester oder eines Arztes zumindest genauso viel Wert, wie eine noch so gute Medizintechnik“, bestätigt Pröll Klang.

„Menschen müssen auch im ländlichen Raum gut versorgt werden und dafür ist Horn ein Vorbild. Die Schwerpunkte in Horn werden bleiben“, ging Pernkopf auf die hohe Patientenzufriedenheit in Horn ein, denn das Spital ist ständig in den Top drei des Landes.