Langau , Hardegg

Erstellt am 14. Januar 2017, 04:46

von Robert Schmutz

Neujahrskonzert von höchster Qualität. Grenzlandkapelle Hardegg stellte bei Auftritt in Langau einmal mehr ihr außergewöhnliches Können unter Beweis.

Beim Hardegger Neujahrskonzert in der Freizeithalle Langau gab es zahlreiche Ehrungen, die Obmann Martin Schiner und Kapellmeister Johann Pausackerl (ganz hinten, von links) übergeben durften, und zwar für Sabrina Spitaler, Martina Schechtner, Christopher Bender, Norbert Geist, Lena Neuwirth, Jürgen Kühlmayer, Anna Traxler, Lena Bauer, Mario Scherling, Lisa Frank, Lisa Rockenbauer, Andreas Pausackerl, Stefan Spitaler, Marlene Ziegler, Stephanie Bauer, Barbara Frischauf, Alexander Neuwirth, Carina Müllner und Ernst Andre (von links).  |  NOEN, Robert Schmutz

Das 37. Neujahrskonzert der Waldviertler Grenzlandkapelle der Stadtgemeinde Hardegg in der Freizeithalle war wieder von zwei Komponenten geprägt: vom hervorragenden Besuch und von außergewöhnlicher musikalischer Qualität.

Seit vielen Jahren ist die Blasmusikkapelle der kleinsten Stadt Österreichs gut für musikalische Botschaften. Im abgelaufenen Jahr gab es neben den Marschmusikwertungen noch andere Höhepunkte wie den Kammermusikbewerb, wo alle zehn teilnehmenden Gruppen einen „Ausgezeichneten Erfolg“ erzielen konnten, die Teilnahme am internationalen Blasmusikfestival „Mid Europe“ in Schladming, wo Hardegg eine der fünf Kapellen zur Show „Schladming Tattoo“ mit großer Anerkennung des Publikums stellte, das seit Jahren gepflegte Kirchenkonzert mit 120 Mitwirkenden, das neben dem kulturellen Effekt 2.100 Euro für die Krebsforschung im St. Anna Kinderspital brachte, oder den Preis „Coolste Gemeinde NÖs“.

Alle diese Aktivitäten wirkten sich auf das Neujahrskonzert, sein Programm und seine Qualität aus. Schwungvoll die Eingangsmelodien mit Märschen, im ersten Teil mit „Semper Iuvenalis“ (Immer jung) im zweiten mit dem „Laridah-Marsch“. Wenn „Egmont“ von Ludwig van Beethoven von einer Blasmusikkapelle auf das Programm gesetzt wird, zeugt das von einem hohen Qualitätslevel. Das wurde auch mit der Ouvertüre „Wiener Blut“ nach Johann Strauss Sohn, der Filmmusik von „Kevin allein zu Haus“ oder dem zeitgenössischen „Maxglaner Zigeunermarsch Reloaded“ bewiesen.

Die Truppe rund um Johann Pausackerl und seine Kapellmeisterkollegen schaffte bravourös Stücke, die kaum eine andere Kapelle angreift. Nicht alltäglich auch die Gesangseinlagen, diesmal mit Tenor Martin Mairinger und der Liebeserklärung „Dein ist mein ganzes Herz“ aus Lehars „Land des Lächelns“ oder das Duett mit Stephanie Bauer (Sopran) in „Amigos para siempre“ von Andrew Lloyd Webber.

Ein immer wieder sachlich souveräner Faktor ist auch der durchs Programm leitende ehemalige Radiosprecher Erich Oberlechner, der kompetent mit fundiertem Wissen glänzt.