Anita Rehrl fand Traumberuf in Gars. Die in Maiersch aufgewachsene Anita Rehrl, geborene Gundinger, kehrte aus Wien nach Gars zurück und eröffnete hier eine Praxis als Logopädin.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 29. Oktober 2020 (04:41)
Nach dem Masterstudium an der Donau-Uni Krems hat Anita Rehrl – ebenfalls berufsbegleitend – das Doktoratsstudium erfolgreich beendet und eröffnet jetzt eine Logopädie-Praxis in Gars.
privat

„Ich habe in der Logopädie meinen absoluten Traumberuf gefunden“, schildert Anita Rehrl. „Das Spannende an dem Beruf ist, dass jedes Kind, jeder Jugendliche individuell ist und daher keine Therapieeinheit der anderen gleicht.“

Rehrl, deren Elternhaus in Maiersch steht, hat nach der Volks- und Hauptschule Gars zunächst die Lehranstalt für Kindergartenpädagogik absolviert, allerdings relativ rasch gemerkt, dass sie sich später selbstständig machen und einen therapeutischen Beruf ergreifen möchte. „Daher habe ich Logopädie-Phoniatrie-Audiologie mit dem Abschluss ,Bachelor of Science‘ studiert“, erzählt sie. Nach dem ersten Sammeln beruflicher Erfahrungen hat sie sich 2011 in Wien selbstständig gemacht und „Logoprax“ mit Spezialisierung auf Kinder und Jugendliche gegründet. Mittlerweile besteht „Logoprax“ aus drei Standorten in Wien und mehreren Mitarbeitern. Neu ist nun auch der Standort in Gars im workingspace 4.0 dazu gekommen.

Doktoratsstudium berufsbegleitend

„Dies freut mich besonders, da ich auch privat wieder von Wien nach Gars gezogen bin“, so Rehrl, die hier gemeinsam mit ihrem Mann Lukas und den beiden Töchtern Johanna (zwei Jahre) und Luisa (elf Monate) wohnt.

Nachdem Fort- und Weiterbildung ein wichtiges Element in der Logopädie darstellt, hat sie in den letzten Jahren das Masterstudium Logopädie an der Donauuniversität Krems und das Doktoratsstudium in Gesundheitswissenschaften und Public Health absolviert. Und das berufsbegleitend – und den Haushalt hat sie auch geführt …

Die Pandemie brachte einige Herausforderungen mit sich. Nachdem die Praxis im Frühjahr für knapp zwei Monate geschlossen blieb, wurde auch – neben dem Besuch in der Praxis mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen – die Möglichkeit der Teletherapie angeboten. Diese Therapieform ist zwar nur bei ausgewählten Störungsbildern möglich, wurde aber sehr gut angenommen und unterstützte somit die Risikominimierung. Nach wie vor wird Teletherapie von Logoprax angeboten.

„Eltern sollen auf ihr Bauchgefühl hören!“

Wann man eine Logopädin braucht? „Eltern sollen auf ihr Bauchgefühl hören und auf die Erfahrungen etwa von Kindergartenpädagoginnen hören. Ein Kind sollte in der Sprachentwicklung stetig Fortschritte machen. Und wenn es Probleme gibt, sollte man eine Logopädin zu Rate ziehen. Sie ist als Wahl-Logopädin (die Krankenkasse ersetzt 45 bis 70 % der Therapiekosten) erreichbar.