Erstellt am 11. Februar 2014, 23:59

Mehrheit spricht sich für Windräder aus. BEZIRK HORN / Gemeinde St. Bernhard-Frauenhofen lotet Stimmung aus. Realisierung kann frühestens 2016 erfolgen.

Bei einem Infoabend diskutierten Franz Angerer (Amt der NÖ Landesregierung, Geschäftsstelle für Energiewirtschaft), Otmar Schlager (Klima- und Energiemodellregion) und Niko Reisel (Modellmanagement Region Waldviertler Wohlviertel) auf Initiative von Vizebürgermeister Johann Gundinger und Bürgermeister Karl Gabler (v.l.) mit der Bevölkerung über die Nutzung der Windkraft in der Gemeinde St. Bernhard-Frauenhofen.  |  NOEN, Foto: Eduard Reininger

Wie die NÖN bereits berichtete, hat das Land NÖ Zonen bekannt gegeben, in denen Windräder errichtet werden können, eine davon befindet sich im Gemeindegebiet von St. Bernhard-Frauenhofen. Bei einer Zustimmung seitens der Bevölkerung wäre somit die Errichtung von drei Windkraftanlagen möglich.

Gesamthöhe zwischen 175 und 200 Metern

Um die Bürger möglichst frühzeitig davon in Kenntnis zu setzen, organisierte Bürgermeister Karl Gabler einen Infoabend, an dem rund hundert Interessierte teilnahmen. Franz Angerer von der Geschäftsstelle für Energie des Landes sagte: „Eine Fläche für einen potenziellen Windpark ist am Schauberg vorgesehen (siehe Karte rechts, Anm.). Fünf Windräder könnten im Gemeindegebiet von Pern egg, drei in St. Bernhard-Frauenhofen errichtet werden.“ Für die Region sei ein Windpark an dieser Stelle „akzeptabel“.

Eine Windkraftanlage soll 3.000 kW leisten – bei einem Rotordurchmesser von 120 m, einer Nabenhöhe von 140 m und einer Gesamthöhe zwischen 175 und 200 Metern.

x  |  NOEN, Foto: Eduard Reininger

Elf Millionen jährlich an Wertschöpfung möglich 

Mittels einer Powerpoint-Präsentation wurden Landschaftsbilder erstellt und den Teilnehmern gezeigt. Geht es nach den Betreibern, soll der Windpark Geld in die Region und die Gemeinde spülen, meinte Otmar Schlager von der Klima- und Energiemodellregion, „und zwar für die Einwohner der Region und der Standortgemeinden“. Er rechnet mit einer Wertschöpfung von elf Millionen Euro jährlich für die Region. Im Rahmen der anschließenden Diskussion wurden objektiv und fair die Windkraft im Allgemeinen und die Auswirkungen auf den sanften Tourismus und für zukünftige Generationen im Besonderen diskutiert, wobei die Befürworter in der Mehrzahl waren und für ihre Diskussionsbeiträge Applaus erhielten.

 

Errichtung frühestens 2016 möglich

Bis tatsächlich Windparks entstehen, dürften aber noch Jahre vergehen, auch wenn alle Verfahren zügig abgewickelt werden. „Sicher ist“, stellte Gabler fest, „dass wir uns bei positiver Stimmung in der Bevölkerung seitens der Gemeinde noch genau anschauen, was Windkraft bringt. Erst dann wollen wir von der Gemeinde festlegen, ob wir überhaupt Windkraft wollen.“ Wenn alle Auflagen und Voraussetzungen erfüllt sind, ist frühestens 2016 mit der Errichtung des Windparks am Schauberg zwischen Horn und Pernegg zu rechnen.