Dominik Klampfer auf „Walz“ in Belfast. Der 19-jährige Meiseldorfer Dominik Klampfer lernte nordirische Arbeitswelt kennen, aber auch Österreich zu schätzen.

Von Christian Leneis. Erstellt am 09. November 2019 (09:45)
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Ein Lehrling ging auf Reise: AKNÖ-Vizepräsidentin Gerda Schilcher, Firmenchef Christian Lechner, Dominik Klampfer (Lehrling im 3. Jahr) und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl (von links). WKNÖ/Andreas Kraus

Wer auf eine Reise geht, der kann vieles erzählen. Umso mehr, als diese Reise unter die Rubrik „Wanderjahre“ (auch Wanderschaft, Walz, Tippelei, Gesellenwanderung) fällt. So wird die Zeit der Wanderschaft zünftiger Gesellen nach dem Abschluss ihrer Lehrzeit genannt. Der Meiseldorfer Dominik Klampfer, Lehrling der Baufirma Lechner in Plank, hat nach seiner Walz einiges zu erzählen ...

Als der 19-Jährige von der Möglichkeit erfuhr, zögerte er nicht lange und fragte bei seinem Firmenchef an – und Baumeister Christian Lechner war gleich voller Begeisterung und unterstützte seinen Lehrling dabei, sich für das vierwöchige Programm „Let’s Walz“ der Wirtschaftskammer und der Arbeiterkammer zu bewerben.

Von Land, Arbeit und Kultur beeindruckt

Klampfer war dann einer von 102 Lehrlingen aus NÖ, der ein Stipendium für diese „Walz“ erhielt. Und so ging es daran, vier Wochen lang Arbeitsluft im Ausland zu schnuppern. In einer Belfaster Baufirma mit rund 20 Mitarbeitern arbeitete er drei Wochen an der Errichtung einer Siedlung mit. „Die Arbeitstechniken auf der Baustelle waren für mich teilweise neu und interessant“, erzählte Klampfer. Eine Woche lang durfte er dann auch noch „die grüne Insel“ Irland erkunden.

Natürlich musste er sich mit seinen Belfaster Kollegen in der englischen Sprache verständigen. „Das hat Spaß gemacht und ich habe mein Englisch verbessert“, sagt er – und das sowohl im Alltag, als auch auf der Baustelle. Nur der irische Dialekt sei anfangs etwas schwer zu verstehen gewesen, meinte Klampfer, der nebenbei auch die „Lehre mit Matura“ absolviert.

Klampfer lernte bei seiner „Walz“ aber nicht nur die nordirische Arbeitswelt kennen, sondern auch den hohen Lebensstandard in Österreich zu schätzen. „Das ist mir bei der unvergesslichen Walz so richtig bewusst geworden. Mülltrennung und Umweltbewusstsein sind bei uns selbstverständlich, dort ist das leider gar nicht so“, sagte Klampfer.

Auf die Frage „Was hat dich am allermeisten beeindruckt?“ meinte er: „Das Land, die Arbeit und die Kultur.“