„Hassliebe“ zu Wien niedergeschrieben. „Nichts Erfundenes!“ | So erlebt der Missingdorfer Künstler Norbert Schröckenfuchs die Hauptstadt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 22. Dezember 2017 (05:37)
Norbert-Christoph Schröckenfuchs mit seinem neuen Buch über die Stadt Wien.
NOEN, Foto: Rupert Kornell

Im zweiten Teil seiner Trilogie „Manchmal möchte ich diese Stadt umarmen“ widmet sich der Künstler Norbert-Christoph Schröckenfuchs – er lebt in Wien und Missingdorf – der Bundeshauptstadt.

Nach dem vorjährigen ersten Teil („Ein Jahr ist eine kurze Zeit“) soll dem Buch über Wien 2018 Band drei, ein Weihnachtsbüchlein, folgen.

Gefühlvoll gesetzte Lyrik

Während Band 1 eine Liebeserklärung an das Waldviertel (Schröckenfuchs‘ ursprüngliche Heimat) war, setzte er sich im neuen Werk mit seiner zweiten Heimat Wien auseinander.

Gefühlvoll gesetzte Lyrik vermittelt dem Leser Eindrücke, wie er sie beim persönlichen Erleben vielleicht auch erfahren könnte. Der Autor vermag es, die besondere Atmosphäre der Stadt mit ihren historischen Bauwerken, Plätzen, Gebäuden und Parkanlagen einzufangen.

Was seitens des Verlags Berger als „Liebeserklärung“ bezeichnet wird, nennt Schröckenfuchs den Ausfluss einer Hassliebe. „Ich möchte nicht ohne den kulturellen Input Wiens, seine Konzerte und Theater sein. Aber es ist auch manchmal schwer, in Wien zu leben.“

Der Autor, der sein Buch (mit Collagen) auch selbst illustriert hat, sieht sich als Beobachter und Vermittler des Gesehenen. Eine spannende, vielleicht ungewöhnliche Art eines Spaziergangs durch Wien …

Norbert-Christoph Schröckenfuchs: „Manchmal möchte ich diese Stadt umarmen“, Verlag Berger,42 Seiten, 9,90 Euro