Steuerberater Groiß: "Telefone sind heiß gelaufen". Werner Groiß sieht Corona-Krise von verschiedenen Seiten.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Mai 2020 (06:56)
Als Steuerberater wie als Wirtschaftskammer-Obmann hatte Werner Groiß viel zu tun. „Da blieb keine Zeit für Hobbys, nur für Spaziergänge mit Familie und Hund.“
R. Kornell

Von mehreren Seiten erlebt(e) der Garser Werner Groiß die Corona-Krise. Als Steuerberater hatte er („Niemand war in Kurzarbeit, wie haben sogar zwei Neue aufgenommen!“) so viel Kontakt wie noch nie mit Kunden. „Wir haben auch noch nie so viele Danke-Mails bekommen“, freut er sich, dass er seine Klienten gut beraten konnte. Die ihm aber auch sehr oft mitteilten, wie sehr sie von den nicht gehaltenen Versprechen der Regierung enttäuscht sind.

Das erlebte er mit seinem „Restaurant 4.0“ auch selbst als Unternehmer. Hier musste er die Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, weil der Betrieb ja geschlossen bleiben musste. Aber mit neuen Ideen hat er sich wieder an die Öffnung gewagt.

Und schließlich ist er auch Obmann der Wirtschaftskammer Horn. Und auch hier hat er den Frust vieler Mitglieder miterlebt. „Die Telefone sind heiß gelaufen“, weiß er zu berichten, vor allem, weil die finanziellen Zusagen – Stichwort Härtefonds – sehr schlecht funktionieren. Seine Befürchtung: „Es wird etliche Unternehmen geben, die diese Zeit nicht überleben. Da muss man dafür sorgen, dass eine Insolvenz ordentlich abgeführt wird.“