Corona kann Oper Burg Gars nicht stoppen. Ordentlich durcheinander gewirbelt wurden die Pläne der Oper Burg Gars für das Jahr 2020. Wegen der Corona-Situation musste die Aufführung der Bizet-Oper „Carmen“ auf 2021 verschoben werden. Damit Opernfreunde aber auch heuer in Gars auf ihre Rechnung kommen, arbeitet Intendant Johannes Wildner derzeit an einer Fassung von Mozarts „Entführung aus dem Serail“, die den geltenden Sicherheitsrichtlinien entspricht.

Von Red. Horn. Erstellt am 28. Mai 2020 (08:33)
Intendant Johannes Wildner arbeitet an einer Spezialfassung von Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in einer einzigartigen Version für die Oper Burg Gars.
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Ursprünglich wollte man das 30-Jahr-Jubiläum der Burg Gars als Opernspielort mit Georges Bizets „Carmen“ feiern. Diesen Plänen machte Corona aber einen Strich durch die Rechnung.

Eine Umsetzung des Projektes mit Solisten aus der ganzen Welt und großen Theatereffekten wurde durch die aktuellen Rahmenbedingungen unmöglich. So seien sowohl ein zu großer Einschnitt in die Konzeption notwendig gewesen, auch die Unklarheit wegen der Anreisemöglichkeiten der internationalen Stars hätten laut Wildner zu der Entscheidung, die Carmen auf 2021 zu verschieben, geführt.

Ziel des Teams rund um Intendant Johannes Wildner ist es nun, in „einer der schönsten Freiluft-Kulissen Österreichs" Opernfreunden auch im Jahr 2020 eine Alternative zu bieten, die den Sicherheitsbestimmungen entspricht. Wildner verspricht nun eine eigens geschaffene Fassung von Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in einer einzigartigen Version. Es sei

„für uns als Kulturschaffende unsere Pflicht, dem tief in der menschlichen Natur verwurzelten Bedürfnis nach Kunst und Kultur nachzukommen", sagte Wildner, warum man jetzt an der Mozart-Produktion arbeitet. 

„Tamino" Siyabonga  Magungo mit dabei

Ein Sicherheitskonzept liege bereits vor, um den Sicherheitsrichtlinien gerecht zu werden, plant Wildner Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in einer noch nicht dagewesenen Bearbeitung ohne Chor. Anstatt des Opernorchesters soll ein Sextett -  angeführt von Österreichs Akkordeon-Virtuosen Otto Lechner - zum Einsatz kommen.

Das Arrangement stammt vom höchst arrivierten Komponisten Tristan Schulze, der 2015 mit seiner Kammerensemblefassung von Albert Lortzings „Undine“ im Kinderzelt auf dem Dach der Wiener Staatsoper für Furore gesorgt hat.

Auch die Ensemble-Planung sei bereits weit fortgeschritten. Als Belmonte ist der vielseitige Tenor Siyabonga Maqungo vorgesehen, der Garser Opernfans noch als Tamino bestens in Erinnerung ist. Jetzt gelte es noch, die offenen Finanzierungsfragen zu klären.

Carmen-Karten behalten Gültigkeit

Bereits erworbene Karten für Carmen 2020 behalten übrigens sitzplatzgenau ihre Gültigkeit für die neuen Spieltermine 2021 (15. Juli bis 7. August). Für notwendige Verschiebungen oder Eintauschwünsche steht das Kartenbüro der Oper Burg Gars ab sofort zur Verfügung. Sämtliche Informationen dazu gibt es unter: www.operburggars.at.