Museum ist Besuch wert. Horn | Informativ, modern und lebendig – so bietet sich das Museum der Stadt Horn in der aktuellen Saison dar. Nicht zuletzt dank mehrerer Sonderausstellungen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 23. Mai 2014 (07:00)
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Museumsvereins-Obmann Gilbert Zinsler, Bronzezeit-Experte Hermann Maurer, Ulrike Vitovec (Museumsmanagement NÖ), Ausstellungsgestalterin Michaela Maurer, Bürgermeister Jürgen Maier und Museumsleiter Toni Kurz (von links) im neuen Bronzezeit-Bereich des Horner Museums. Fotos: Martin Kalchhauser
NOEN, Martin Kalchhauser
Vom „verstaubten“ Image ist das Horner Museum schon lange weg. Die aktuellen Sonderschauen, die am Sonntag feierlich eröffnet wurden, sind ein wesentlicher Beitrag dazu.

Fotografie und Kamptalbahn im Fokus

Neben der erstmaligen öffentlichen Präsentation der Aufarbeitung der Bronzezeit in der Region in zwei neuen Schauräumen, für die Hermann Maurer und seine Tochter Michaela verantwortlich zeichnen, wies Museumsleiter Toni Kurz vor mehreren hundert Gästen auf die Themen „175 Jahre Fotografie“ sowie „125 Jahre Kamptalbahn“ hin, die Wolfgang Andraschek, Paul G. Liebhart und Karl Steinhauser aufbereitet haben.

Nicht zuletzt haben zahlreiche traumhaft schöne Kristalle aus dem Waldviertel in neuen Vitrinen im „Kristallgwölb“ einen festen Platz bekommen. Die Funde Amand Körners (er überlässt die Kostbarkeiten, die er aus dem ganzen Waldviertel zusammengetragen hat, nach seinem Ableben dem Haus) und Albert Prayers sind beeindruckend. Unter anderem findet sich unter den Besonderheiten ein Korund (Rubinzoisit) aus Drosendorf.

Bronzezeit-Ausstellung als „weiterer Baustein“

Museums-Chef Toni Kurz würdigte in seinen Worten vor allem das Engagement der zahlreichen ehrenamtlich für das Museum tätigen Menschen und verwies auch auf die aktuelle Ausstellung der heiligen Kümmernis, einer mittelalterlichen „Frau mit Bart“, in der das Team nach dem Songcontest-Erfolg Conchita Wursts hohe Flexibilität bewiesen habe.

„Es soll noch einer sagen, unser Museum sei nicht modern!“, meinte auch Obmann Gilbert Zinsler, der dazu einlud, die Ausstellungen für Erkenntnisgewinn zu nutzen und auch der Einladung zur kritischen Auseinandersetzung mit Persönlichkeiten zu folgen.

Bürgermeister Jürgen Maier freute sich besonders, dass mit der Bronzezeit-Ausstellung „ein weiterer Baustein in der Erweiterung der Urgeschichtesammlung“ hinzugefügt werden konnte und dankte stellvertretend für alle engagierten Helfer dem Mineraliensammler Amand Körner.