Gars trauert um den „Poldiwirt“. Der beliebte Garser Gastronom Leopold Höchtl verstarb vorigen Montag im 77. Lebensjahr.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 06. April 2020 (11:30)
„Poldiwirt“ Leopold Höchtl verstarb im 77. Lebensjahr.
Margarete Jarmer

Für viele Garser kaum zu glauben war die Nachricht, dass Gastwirt Leopold „Poldiwirt“ Höchtl am Montag der Vorwoche die Augen für immer geschlossen hat. Um ihn trauern nicht nur Gattin Inge und die Söhne Alexander und Bernhard mit Familie, sondern auch viele Garser und Gäste, die im an der Kamptalstraße gelegenen Gasthaus von einem stets zuvorkommenden, herzlichen, freundlichen, nie mürrischen Gastronomen bedient wurden.

Geboren am 20. Mai 1944 in Horn wuchs er im elterlichen Betrieb – 1884 als Bahnhof erbaut, nachdem die Trasse der Kamptalbahn anders geführt wurde, zum Gasthaus umfunktioniert – mit angeschlossenem Weinhandel auf. Er lernte im Hotel Pittner in St. Pölten den Koch- und Kellnerberuf und kehrte nach Bundesheer und einem Jahr auf Saison in Zürs am Arlberg nach Gars zurück.

Nach dem Tod seiner Vaters Leopold, der auch Garser Bürgermeister war, führte seine Mutter Theresia den Betrieb, bis ihr Sohn nach der Heirat mit Gattin Inge 1973 das Gasthaus übernahm, das seit 2005 ihr ältester Sohn Alexander führt. In diese Zeit fielen zahlreiche Um- und Ausbauarbeiten oder die Umgestaltung der Fremdenzimmer, besonders aber das Bemühen um Gäste, etliche Kartenrunden, zahlreiche Vereine wie etwa Feuerwehr, deren Verwalter er über Jahrzehnte war, um den Sport- und Gesangsverein.

Die GMV-Mitglieder entzündeten Kerzen

Letzterer hat(te) schon immer hier sein Probenlokal und gedachte seines Freundes mit einer besonderen Aktion: Am Tag nach seinem Tod zündeten alle Mitglieder eine Kerze an und gedachten seiner daheim des Verstorbenen im stillen Gebet und mit dem Singen des Liedes „Irische Segenswünsche“.