Geschäft in Röschitz gesichert. Neuer Markt soll im Frühjahr 2020 Betrieb aufnehmen – Kaufmann gesucht.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 20. März 2019 (05:55)
Thomas
Da, wo derzeit noch eine alte Mauer den Blick auf den künftigen Standort verdeckt, soll bis zum Frühjahr 2020 das neue Nahversorgungsgeschäft in Röschitz entstehen. Julius Kiennast, Architekt Reinhard Litschauer, Bürgermeister Christian Krottendorfer und Vize Alfred Quirtner präsentieren die Pläne.Weikertschläger

„Man muss rechtzeitig drauf schauen, dass man es hat, wenn man es braucht“ – getreu diesem Motto stellt die Marktgemeinde Röschitz die Nahversorger-Weichen für die Zukunft. Auch wenn noch nicht genau geklärt ist, wann das Geschäft von Heribert Holzer schließen wird, hat Bürgermeister Christian Krottendorfer die Suche nach einer Nachfolgelösung bereits im Jahr 2017 gestartet. Auch wenn es schon länger Überlegungen zum Thema gegeben habe, habe damals ein NÖN-Bericht den Stein ins Rollen gebracht. „Da gab es einen Bericht, in dem Holzer angekündigt hat, dass er bald in Pension geht. Dann haben wir gesagt: Jetzt packen wir es an“, erinnert sich Krottendorfer zurück.

Endgültig grünes Licht für das Projekt „Nahversorger neu“ hat nun der Röschitzer Gemeinderat mit einem einstimmigen Beschluss gegeben. Mit der Firma Kiennast aus Gars hat die Marktgemeinde auch bereits einen kompetenten Partner aus der Region gefunden. „Werbung“ für diesen Partner hat auch Holzer, der jahrelang mit der Firma Kiennast zusammenarbeitet, gemacht, sagt Krottendorfer, der sich bereits auf die Kooperation mit Kiennast freut.

„Unser aktueller Nahversorger läuft gut. Es gibt also keinen Grund, daran zu zweifeln, dass das auch in Zukunft so sein wird.“ Bürgermeister Krottendorfer

Errichtet werden soll das neue Nahversorgergeschäft in der Langen Zeile, also mitten im Dorfzentrum. Ursprünglich war auch noch ein zweiter Standort – etwas abgelegen – im Gespräch. „Wir waren aber der Meinung, dass das Geschäft in unmittelbarer Nähe zum Gemeindeamt, zur Bankfiliale und zur Arzt-Ordination besser aufgehoben ist“, sagt Krottendorfer.

Projekt soll rund 700.000 Euro kosten

Auch bei der Planung setzt man auf Kooperation mit einem bewährten Partner aus der Region: Architekt Reinhard Litschauer. Entstehen soll ein 140m² großer Verkaufsraum, in dem eine kleine Café-Ecke untergebracht sein soll. Daneben entstehen auf einer Fläche von 110m² Nebenräume wie ein Lager, ein Technikraum und ein Büro bzw. Sozialraum. Auch für ausreichend Parkplätze ist gesorgt, die Anlieferung soll über einen kleinen Innenhof erfolgen.

Im Geschäft selbst soll es hinsichtlich Sortiment noch zu einer weiteren Aufstockung im Vergleich zu jenem im Geschäft von Holzer kommen, auch Tabakprodukte und eine Lotto-Toto-Annahmestelle wird es geben, angedacht ist es auch, einen Postpartner als zusätzliches Angebot zu installieren. Die Suche nach einem Betreiber für das Geschäft ist bereits angelaufen, wie Julius Kiennast erklärt.

Krottendorfer rechnet für das Projekt mit Kosten von insgesamt rund 700.000 Euro. Ein Teil der Kosten soll über Förderungen hereingeholt werden, auch die Firma Kiennast wird ihren Beitrag zum Projekt leisten. Dass sich Großprojekte in Röschitz aber lohnen, zeige das neue Veranstaltungszentrum. Außerdem, so Krottendorfer: „Unser aktueller Nahversorger läuft gut. Es gibt also keinen Grund, daran zu zweifeln, dass das auch in Zukunft so sein wird.“ In der 2017 durchgeführten Bürgerbefragung habe sich klar gezeigt, dass der Bevölkerung die Nahversorgung in der Gemeinde sehr am Herzen liege. Angenehmer Nebeneffekt des Projektes: Hier werden bis zu drei neue Arbeitsplätze entstehen.

Gemeinsam mit Holzer strebe man einen fließenden Übergang an, sagt Krottendorfer. Der Start des neuen Geschäfts soll im Frühjahr 2020 erfolgen. Die Bauverhandlung wird es heuer Juni geben, der Start der Bauarbeiten ist dann für den Herbst geplant, die Innenarbeiten werden im Winter durchgeführt.