Horner Museum auf der Suche nach Partnern. Konzept für Horner Museum wird erstmals öffentlich präsentiert. Zeitzeugen sollen Landtechnik-Bereich mit Leben erfüllen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:04)
Martin Kalchhauser
Direktor Anton Mück (mit historischen Pferdepflügen) will gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Leiter Martin Bauer und dem Fachmann für Museumskonzepte, Franz Pötscher, das Horner Haus als Kompetenzzentrum für historische Landtechnik etablieren.

Partner, die den Weg des Horner Museums mit seiner riesigen historischen, landwirtschaftlichen Sammlung mitgehen möchten, sind zur Präsentation des Projekts „Kompetenzzentrum historische Landtechnik“ am Mittwoch, 21. 2., willkommen.

„Wir wollen vor allem bäuerliche Partner motivieren, mitzutun“, erklärt Direktor Anton Mück. Neben aktiver Mitarbeit im Haus sollen auch Zeitzeugen gefunden werden. „Wir wollen die vielen Objekte mit Geschichten hinterlegen, die Objekte sollen so ihre Geschichte erzählen und das Museum lebendig machen.“

Im Zuge der Schwerpunktsetzung gehe es auch darum, die 70er- und 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts aufzuarbeiten. Als Kompetenzzentrum soll das Horner Museum künftig auch anderen Einrichtungen Hilfestellungen anbieten.

Mehrere Probleme mit einem Schlag lösen!

Führend betraut ist hier der wissenschaftliche Leiter Martin Bauer. „Die Neugestaltung ist ein wesentlicher Schritt Richtung Kompetenzzentrum“, so der Historiker.

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Wissenschaftlicher Leiter Martin Bauer

„Gleichzeitig müssen wir aber auch das Depot-Problem lösen und die vielen Ausstellungsstücke aus Holz, die oft schon brüchig und wurmlöchrig sind, konservieren“, so Bauer. Auch ihm geht es vordringlich darum, „dass Altbäuerinnen und Altbauern ihre Erinnerungen an die vorindustrielle Epoche weitergeben“.

Im Gemeinderat wurde für die Neukonzeptionierung des Museums eine Summe von 57.600 Euro (brutto), die von 2018 bis 2020 in drei Jahresraten ausbezahlt werden, genehmigt.

Den Zuschlag erhielt der Fachmann für Museumskonzepte, Franz Pötscher.

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Franz Pötscher, Fachmann für Museumskonzepte

„Ich kenne das Museum seit 20 Jahren, als ich am Horner Gymnasium mein Unterrichtspraktikum absolviert habe“, freut sich der Oberösterreicher auf seine Arbeit. „Die historisch bedeutende landwirtschaftliche Sammlung wird weit unter ihrem Wert verkauft.“

Sein Ziel sei es, die Objekte durch eine Neugestaltung ins rechte Licht zu rücken. „Ein Museumsbesuch soll zum spannenden Erlebnis, zu einer Reise in fast vergessene Lebens- und Arbeitswelten werden. Auch ihm ist die Einbeziehung der lokalen bäuerlichen Bevölkerung ein Anliegen. Pötscher ist optimistisch. Gemeinsam mit dem aktiven Team werde es gelingen, „das Museum aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken“.