Eggenburger Premiere mit 250 Gästen. Erstmals ging der Neujahrsempfang in Eggenburg in der Stadthalle über die Bühne - eine große Schar an Gästen ließ sich den Rückblick auf 2019 und den Ausblick auf 2020 in der Stadtgemeinde Eggenburg nicht entgehen.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 17. Januar 2020 (08:57)

Im Mittelpunkt der Premiere in der Stadthalle - bisher ging der Neujahrsempfang im wesentlich kleineren Festsaal des Rathauses über die Bühne - stand das Privilegierte Uniformierte Bürgerkorps Eggenburg, dessen Vorläufer 1120, also vor 900 Jahren, erstmals erwähnt wurde. Schon beim Eingang standen die Mitglieder des Schützenzuges Spalier, die Mitglieder des Musikzuges sorgten unter Kapellmeister Stefan Pfaunz für die tolle musikalische Umrahmung.

Obmann Wolfgang Dafert skizzierte kurz die Geschichte des Vereins und wies auch auf die „Nachwuchssorgen" im Schützenzug hin, während sich der Musikzug über viele junge Mitglieder freuen darf. Daferts Stellvertreter Karl Nusser stellte seine Chronik über die Geschichte des Bürgerkorps in der Zeit der Zweiten Republik vor, das neben den Schlüsselereignissen dieser Zeit auch mit einigen humorvollen Episoden aufwartet.  Irene Tutschek wies bereits auf die Jubiläumsveranstaltung im September hin.

Rückblick und Ausblick

Bevor Bürgermeister Georg Gilli die wesentlichen Projekte für 2020 vorstellte (Gestaltung Pulkauer Straße, Erweiterung der Kläranlage, Glasfaserausbau, ...) berichteten die Stadträte über die Erfolge in ihren Ressorts im Vorjahr, in dem der Wohnungsbau und der Bau der dazugehörigen Infrastruktur im Vordergrund standen. „Dafür haben wir fünf Millionen Euro ausgegeben. Wir haben im Vorjahr also einiges eingegraben", meinte Finanz-Stadtrat Gerhard Kabesch.

Ehrungen als Höhepunkt

Am Ende des Neujahrsempfanges wurden einige Personen mit Ehrungen bedacht. Rudolf Weiser, Adelinde und Herbert Gschwindl, Maria Stift, Gerhard Zeder und Emmerich Grath erhielten das Ehrenzeichen in Gold, Silber ging an Maria und Johannes Bartoschek, Elisabeth und Martin Liebhart, Fritz Überreiter, Erwin Neumeister und Herbert Schrammel. Mit dem Kulturehrenzeichen wurde Kurt Linsbauer geehrt, das Sportehrenzeichen ging an die beiden Handball-Damen Petra und Gudrun Datler.

Dass man in Eggenburg am Thema Handball derzeit ohnehin nicht vorbeikommt, liegt an Youngster Lukas Hutecek, der derzeit mit der österreichischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft glänzt. Im Vorjahr stand ja noch der UHC Eggenburg im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs, was Bürgermeister Gilli zu folgendem Scherz animierte: „Im Vorjahr noch beim Neujahrsempfang, heuer Star bei der EM. Wo wird dann nächstes Jahr unser Bürgerkorps wohl auftreten?"