Christian Fink aus Gauderndorf hat den besten Riesling. Christian Fink und Petra Kotzian holten den Sorten-Landessieg nach Gauderndorf.

Von Karin Pollak. Erstellt am 14. Juni 2019 (06:30)
LK NÖ/Leonardo Ramirez
Der „Zweigelt Berg und Meer 2017“ aus dem Weingut Fink & Kotzian Weinbau aus Gauderndorf wurde zum Riesling-Landessieger. Diese Auszeichnung konnte Weingutbesitzer Christian Fink (Vierter von rechts) in Empfang nehmen. Im Bild mit Franz Zöch (Abteilungsleiter Wein- und Obstbau der RWA), NV- Vorstandsdirektor Christian Freibauer, NÖ- Weinbau Präsident Franz Backknecht, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, nö. Weinkönigin Diana Müller, Landwirtschaftskammer Niederösterreich-Präsident Johannes Schmuckenschlager und Landwirtschaftskammer Niederösterreich- Vizepräsident Otto Auer.

Der beste Riesling aus Niederösterreich kommt aus Gauderndorf. Der „Riesling Berg und Meer 2017“ vom Weingut Fink & Kotzian Weinbau wurde bei der Niederösterreichischen Weinprämierung zum Landessieger 2019 erkoren.

Das ist aber nicht die einzige Auszeichnung für diesen edlen Tropfen. Bei der „London Wine Competition“ gab es gleich drei Topplätze dafür. Der „Riesling Berg und Meer 2017“ wurde nicht nur Sortensieger, sondern errang Gold für die schönste Verpackung und in der Kategorie „Best of Show Varietal“.

Der Name „Berg und Meer“ kommt nicht von ungefähr: „Die Reben stehen auf Urgesteinsverwitterungsböden, also dem Berg. Aber es spielen in der Gauderndorfer Formation die marinen Sedimente eine Rolle. Diese stammen vom Urmeer“, erklärt Christian Fink. Bei dem ausgezeichneten Riesling merke man die „Mineralität“. Er ist schön komplex, Süße und Säure sind in Balance. In diesem Fall hat die Natur gut mitgespielt“, sagte der ausgebildete Sommelier.

„Wir versuchen, durch konzentriertes und sauberes Arbeiten die bestmögliche Qualität zu erreichen. Dieser Erfolg freut uns ungemein“, meinte Fink, der gemeinsam mit seiner Gattin Petra Kotzian als Quereinsteiger 2013 das Weingut von Rudolf Neuhold übernommen hat. Der heute 57-jährige Winzer arbeitete als Unternehmensberater in Wien. „Wein war immer ein Hobby von mir, aber nur von der Sommelierseite her“, so Fink.

Rudolf Neuhold diente Fink als Lehrmeister

Die Lust, selbst Wein zu machen, kam, als Fink über die Rechtsabteilung eines Unternehmens ein Weingut in Wien aufzubauen hatte. „Ich wollte nicht mehr hinter dem Schreibtisch sitzen, sondern etwas mit den Händen schaffen“, betont Fink, der in Gauderndorf diesen Plan umsetzen konnte. „Rudolf Neuhold ist einfach ein toller Lehrmeister und Mentor. Er hilft uns, und aus seinem Erfahrungsschatz profitieren wir natürlich sehr“, zeigt der studierte Jurist auf, und: „Einen derartigen Erfolg kann man nicht erwarten, es ist schön, dass er passiert und natürlich ist er ein Ansporn, weiterhin konzentriert zu arbeiten“.

Seine Weine aus dem etwa zehn Hektar großen Weingut – hier gibt es neben dem Grünen Veltliner und Riesling viele andere Sorten – haben bereits mehrere Auszeichnungen eingefahren und sich somit in der Wein-Szene einen Namen gemacht. „Seit dem Landessieg wurden die Bestände drastisch gemindert“, freut sich Fink, der laufend über seine Erfolge auf seiner Website.