Garser Christkindlmarkt bleibt am Hauptplatz. Nach einigen Jahren Pause tauchte heuer wieder das Gerücht auf, der Garser Christkindlmarkt, der am kommenden Wochenende 7./8. Dezember zum 43. Mal ausgerichtet wird, würde schon bald vom Hauptplatz auf die Burg übersiedeln.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 29. November 2019 (10:40)
Pfarrer Josef Zemiczka wird auch heuer wieder der Garser Krippe und den Besuchern des Christkindlmarktes den Segen geben.
Archiv/Rupert Kornell

„Diese Gerüchte gibt es immer wieder, daran ist derzeit nichts Wahres“, tut Bürgermeister Martin Falk die Sache ab, gibt aber zu, dass diese Verlegung „prinzipiell überlegenswert“ sei. Er schränkt allerdings ein, dass das nicht von heute auf morgen und in keinem Fall schon im nächsten Jahr der Fall sein werde, denn dazu bedürfe es auch einer anderen Ausrichtung als der derzeitigen. „Pro und Kontra müssen auf jeden Fall ernsthaft diskutiert werden.“ Das Ambiente der Burg habe sicherlich seinen Reiz, logistisch gebe es aber einiges zu lösen.

„Keine Überlegungen für Standortwechsel!“

Seit Anfang des Garser Christkindlmarktes im Jahr 1977, damals noch auf dem Dreifaltigkeitsplatz, ehe man zehn Jahre später auf den Hauptplatz übersiedelte, sind Alfred Aster und Raimund Kiennast die Triebfedern der ältesten Veranstaltung dieser Art in Niederösterreich.

„Es gibt unsererseits keine Überlegungen, den Standort zu wechseln“, erklärt Kiennast. Er gesteht ein, dass der Rahmen auf der Burg sicherlich ein einmaliger sei. „Schön und stimmungsvoll wäre der Christkindlmarkt sicher auch im Kurpark, aber das kommt unter anderem aus wettertechnischen Gründen oder wegen der Zufahrt der Standler nicht in Frage.“

Auf der Burg müsse man viel Geld in die Hand nehmen, um die dafür nötige Infrastruktur zu schaffen. Und das sei einfach nicht vorhanden. Und was er noch zu bedenken gibt: Auch die Frage des Jahrmarkts, der ja zu gleicher Zeit auf dem Garser Dreifaltigkeitsplatz in unmittelbarer Nähe zum Ortszentrum abgehalten wird, müsse gelöst werden.

Einen weiteren zu klärenden Punkt fügt Aster hinzu: „Wo sollen denn dort die Leute parken? Es kommen ja mehr Leute als zu einer Opernvorstellung, und die dafür bereitstehende Wiese ist im Winter sicher nicht fürs Parken geeignet.“

Somit dürfte auch für die nächsten Jahre der Hauptplatz als Standort einzementiert sein – mit einer Einschränkung: Wenn Gars die Vorstellungen für einen Ausbau der Burg in Hinblick auf eine mögliche Landesausstellung 2028 mit dem Schwerpunkt Babenberger – die NÖN berichtete ausführlich über dieses Vorhaben – verwirklichen kann.