Franz Josefs-Bahn: Horner Grüne bekräftigten Forderung . Horner Grüne fordern beim Ausbau der Franz-Josefs-Bahn mehr als Lippenbekenntnisse – und das 365-Euro-Ticket.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 30. November 2017 (06:33)
Thomas Weikertschläger
Bekräftigten im Öhlknechthof ihre Forderung nach einer schnelleren und attraktiveren Franz-Josefs-Bahn sowie dem 365-Euro-Ticket für Öffis: der Horner Grünensprecher Walter Kogler, Landessprecherin Helga Krismer sowie Cordelia Lachmann und August Kubala (von links).  Foto: Thomas Weikertschläger

Die Horner Grünen widmeten sich bei einem Pressegespräch mit Walter Kogler und Landessprecherin Helga Krismer dem Thema „Schnellere und attraktivere Franz-Josefs-Bahn“. Dabei wurde eine schon bekannte Grünen-Forderung, das 365-Euro-Ticket für alle Öffis in Niederösterreich, bekräftigt.

„Öffentlicher Verkehr zieht gute Jobs an“

Krismer betonte, dass es gerade in Vorwahlzeiten immer wieder diverse Bekenntnisse zum Ausbau der FJB gebe, die aber allesamt unkonkret und ohne Zeitplan formuliert gerne wieder in der Versenkung verschwinden. „Das ist wie bei der U-Bahn ins Wiener Umland: oft versprochen, nie realisiert“, so Krismer. Es brauche konkrete Taten, um die Öffis, speziell die FJB, zu attraktivieren.

Kogler meinte, dass die angekündigte Anbindung Horns an die FJB – unter der Prämisse, dass auch die Kamptalbahn als zweite wichtige Achse an Attraktivität gewinne – zu begrüßen sei, die 4.300 täglichen Pendler aus dem Bezirk („davon viele sozial Schwächere und Leute ohne Führerschein“) müssten sich aber frei bewegen können. Für diese Menschen sei die Einführung des 365-Euro-Tickets von großer Bedeutung.

Leistbare Mobilität gehöre neben dem Verkehrsnetz und dem Datenhighway zu den drei wichtigsten Fragen der Bevölkerung, strich Krismer hervor, die weiter meinte: „Es müssten heute die Schienen gelegt werden, auf denen wir in die Zukunft fahren. Wir wollen die anderen Parteien dann nach der Wahl an ihre Versprechungen von vor der Wahl erinnern.“

Die FJB müsse mit ausreichend Park-and-Ride-Anlagen zum „Rückgrat der Region“ ausgebaut werden. Im Dienstleistungszeitalter sei der öffentliche Verkehr (etwa die Bereiche um P+R-Anlagen) Anziehungspunkt für Betriebe. Dort müssten Jobs für gut ausgebildete Leute geschaffen werden, die aus Wien heraus wollten. Daher sei bei diesem Thema auch die Raumplanung gefordert, um das gewaltige Potenzial, das im gut ausgebauten öffentlichen Verkehr stecke, nutzen zu können.