Horner Gastro: „Kommt keinen Tag zu früh“. Gastronomie im Bezirk Horn froh, dass die Zeit der coronabedingten Ungewissheit bald enden könnte.

Von Georgia Kazantzidu. Erstellt am 28. April 2021 (05:45)
Hielten sich zuletzt mit dem Ausliefern von Speisen über Wasser: Philipp und Doris Mann vom Landgashaus Mann in Rosenburg.
Georgia Kazantzidu, Georgia Kazantzidu

Um keinen Tag zu früh – das ist zusammengefasst die Reaktion aus den Gastronomie-Betrieben im Bezirk Horn auf die Ankündigung der Regierung, die Gastronomie ab dem 19. Mai wieder zu öffnen. Die NÖN hat sich umgehört.

Ende der Perspektivenlosigkeit. Für Werner Groiß – der Wirtschaftskammer-Obmann ist als Geschäftsführer des workingspace 4.0 in Gars auch Betreiber eines Gastrobetriebs im workingspace – erachtet es als richtig, dass die Gastronomie wieder aufsperren darf. Denn: „Ich sehe die Gastronomie nicht als verantwortlich für die Verbreitung des Virus“, spricht er die Tatsache an, dass sich die Gastronomen vor der neuerlichen Schließung streng an die für ihre Betriebe geltenden Corona-Maßnahmen gehalten haben.

Daher sei der Unmut in der Gastronomie über die neuerliche Schließung groß gewesen, denn gerade die Perspektivenlosigkeit habe die Betreiber der Gasthäuser vor Kopfzerbrechen gestellt. Nach einem halben Jahr der Schließung sei es schlussendlich trotz der strengen Auflagen wichtig, dass den Betrieben die Möglichkeit gegeben wird, selbst zu entscheiden, wie sie mit der aktuellen Situation umgehen wollen und „ob sie mitmachen oder nicht“, sagt Groiß.

Zuversicht, dass sich Gäste testen lassen, groß. Groß ist die Freude bei Doris Mann, Geschäftsführerin vom Landgasthof Mann in Rosenburg, dass sie nach sechs Monaten, in denen sie sich mit Lieferservice über Wasser gehalten hat, ihr Lokal endlich wieder aufsperren zu dürfen.

Sie sei positiv eingestellt und glaube schon, dass die Menschen sich testen lassen werden, um die Gastronomie besuchen zu können. „Und wenn sich dann alle Gäste an die Vorsichtsmaßnahmen halten, dann sehe ich in der Öffnung auch kein Problem“, sagt sie. Das Unternehmen selbst halte sich ohnehin streng an die Vorschriften.

Hoffen auf schönes Wetter. Für die Gastronomen gibt es aber dennoch noch einige Fragezeichen. So wisse sie etwa noch nicht, ob auch die Gastronomie-Betriebe diese Testungen kontrollieren müssen. Dass ihre Stammgäste gerne wieder kommen werden, davon geht Mann aus.

Zusätzlich rechnet sie auch mit vielen Radfahrern und Wanderern als Gästen. Ihre Hoffnung legt sie jetzt auch in das Wetter: „Die Gäste werden ohnehin sicher mehr im Garten sitzen wollen“, sagt sie. Tokat Dilara, Geschäftsführer der Pizzeria Dilara in Gars findet, dass die Öffnung etwas zu spät kommt. Er freue sich jedoch, dass er bald wieder aufsperren kann. Aber: „Ich hoffe indes, dass es keine Eintrittstestungen geben wird“, sagt er.

Mit Virus leben lernen . Ebenfalls „nicht als zu früh“ bezeichnet Wirtesprecherin Cornelia Knell-Schleicher die Öffnung am 19. Mai. Die Geschäftsführerin des Landgasthauses zum Knell in Mold meint, dass man ohnehin lernen müsse, mit dem Virus umzugehen. Das Gasthaus Knell wird jedoch am 19. Mai nicht aufsperren, da gerade ein neuer Outdoor-Bereich entsteht.

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