Waldviertler Trio legte 400 km auf dem Traktor zurück. Mit ihren bis zu 60 Jahre alten Zugmaschinen fuhr Trio von Horn aus in den bayrischen Ort Breitenberg – und zurück.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 01. September 2017 (06:13)
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Mit ihren Traktor-Oldies, einem Eicher, einem Steyr und einem Fordson, unternahmen Heinz Brunner, Günther Zuba und Leopold Schüssler (v.l.) eine 400 km lange Reise ins bayrische Breitenberg und wieder zurück. Foto: privat

„Die Idee zu diesem Vorhaben hat es schon vor ein, zwei Jahren gegeben, ernsthaft ins Auge gefasst und mit der Planung begonnen haben wir vor drei Monaten“, schildert der Horner Heinz Brunner, wie seine Freunde Leopold Schüssler aus Rodingersdorf und Günther Zuba aus Sigmundsherberg ein Fan alter Traktoren, wie es zum „Ausflug“ gekommen ist.

Der stärkste zog sogar einen Wohnwagen...

Gut 200 Kilometer sind es von Horn in die etwa 2.000 Einwohner zählende Gemeinde Breitenberg in Bayern, 50 km nordöstlich von Passau und im Dreiländereck Österreich-Deutschland-Tschechien gelegen, wo alljährlich ein großes Traktortreffen stattfindet.

„Dort müssen wir hin“, nahmen sich die drei vor und die Anfahrt mit einem Eicher Panther, Baujahr 1964, 24 PS (Brunner), einem Steyr T 84, Baujahr 1957, 18 PS (Zuba) und einem Fordson Super Major, Baujahr 1964, 49 PS (Schüssler) in Angriff. Und weil Letzterer das stärkste „Zugpferd“ war, durfte er auch einen Wohnwagen ziehen, den man für den Gepäcktransport, zum Umziehen, Rasten etc. verwendete.

Erst auf der Heimreise kam es zu Problemen

Und zum Trocknen der Kleidung, denn außer den ersten wenigen Kilometern nach Altenburg regnete es nahezu pausenlos bis zum ersten Etappenort Bad Leonfelden, von wo aus es am zweiten Tag nach Breitenberg weiterging. Von dort musste Brunner allerdings noch die Hilfe eines bayrischen Kollegen in Anspruch nehmen, denn er hatte in Bad Leonfelden seinen Koffer vergessen …

Am dritten Tag war dann die große Präsentation der „Oldtimer“: 275 Traktoren, 136 Motorräder und Mopeds und 39 alte Autos wurden vom fachkundigen Publikum und natürlich den Fahrern selbst unter die Lupe genommen. Die Freude des Trios war groß, als man beim Bewerb der am weitesten angereisten Teilnehmer den zweiten Platz hinter einem Mopedfahrer aus München erhielt.

Etwas problematisch verlief die Heimreise über Karlstift, denn wie bei der Hinfahrt verloren zwei Traktoren Öl, bei einem kochte der Kühler. Aber alle Probleme löste das Trio bestens, und bei strahlendem Wetter traf es am Nachmittag des fünften Tages in Horn ein. Was für die nächsten Tage blieb: ein durchgerüttelter Körper, steife Beine und ein etwas flach gedrücktes Gesäß …