Swim-Run-Bewerb-Premiere war Renner. Die erstmals ausgetragenen Swim-Run-Bewerbe hoben den revitalisierten Ottensteiner Backwaterman auf ein neues Level.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 10. Juli 2019 (00:24)
Gerald Mayerhofer, privat
Ebenfalls am Start waren Günther Kraft, Christian Reichenvater, Reinhard Gererstorfer und Johann Steiner aus dem Bezirk Horn.Mayerhofer, privat

Wer den Ottensteiner Stausee nicht kennt, der könnte fast glauben, er schwimmt in einem Fjord. Die Ähnlichkeit des für gewöhnlich als Oase der Ruhe bekannten Gewässers mit den vor allem in Norwegen vorkommenden Meeresarmen war es auch, die Backwaterman-Organisator Andreas Sachs dazu bewog, heuer erstmals Swim-Run-Bewerbe auszutragen. Die Kombination aus Laufen und Schwimmen alleine wäre noch nichts Außergewöhnliches. Besonders macht die in Skandinavien populär gewordene Sportart die Team-Variante, in der zwei Athleten per Leine miteinander verbunden sind. Gefragt ist neben Kraft und Ausdauer also auch Abstimmung mit dem Partner.

Wer in Ottenstein im Vorderfeld landete, der brachte all diese Voraussetzungen ohne Zweifel mit. Schließlich war die Teilnehmerliste gespickt mit Hochkarätern. Die Franzosen Guillaume Heneman und Hugo Tormento gewannen in fünf Stunden den 40 Kilometer langen Marathon. Hinter sich ließ das Duo niemand Geringeren als David Svoboda, Goldmedaillengewinner im Modernen Fünfkampf bei den Olympischen Spielen 2012. Der Tscheche ging mit seinem Bruder Tom an den Start. Stark am Podest vertreten war Tschechien auch beim Halbmarathon (22 Kilometer). Tomas Racek und Tomas Ekl siegten vor dem Vater-Sohn-Duo Petr (mit 188 Ironman-Zielankünften Weltrekordhalter) und Filip Vabrousek.

Beinahe etwas in den Hintergrund geriet durch all die Prominenz bei der attraktiven Swim-Run-Premiere der sieben Kilometer lange Open-Water-Klassiker. Hier siegte der Deutsche Nicky Lange, bei den Damen setzte sich die Vorarlbergerin Christina Pschorr durch.